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Welche der drei unterschiedlichen Windows-Authentifizierungsmethoden zum Einsatz kommt, stellen Sie bei den IIS direkt ein. Das Verzeichnis projekt73 möchten Sie über die Standardauthentifizierung zugänglich machen. So geht's: Öffnen Sie die Management-Konsole für die Internet-Informationsdienste: Start • Einstellungen • Systemsteuerung • Verwaltung • Internetdienste-Manager. Erweitern Sie die Anzeige der Standardwebsite und anschließend den Zweig von ASPdotNETBuch. Überprüfen Sie zunächst, ob ein anonymer Zugang zur Anwendung ASPdotNETBuch möglich ist. Klicken Sie mit der rechten Maustaste den Eintrag ASPdotNETBuch an und wählen Sie Eigenschaften. Im Dialogfeld Eigenschaften von ASPdotNETBuch wählen Sie die Registerkarte Verzeichnissicherheit und klicken im Bereich Steuerung des anonymen Zugriffs und der Authentifizierung die Schaltfläche Bearbeiten ... an. Im Dialogfeld Authentifizierungsmethoden muss die Option Anonyme Anmeldung selektiert sein. Die übrigen Optionen sollen nicht ausgewählt sein. Abbildung 13.1 zeigt die gewählten Dialogfelder. Klicken Sie zweimal OK an.
Abbildung 13.1 Die IIS bieten drei verschiedene Authentifizierungsmethoden, die Sie bei den Eigenschaften auswählen. Auf dem gleichen Weg stellen Sie für das Verzeichnis projekt73, das sich unterhalb des Anwendungsverzeichnisses ASPdotNETBuch befindet, die Option Standardauthentifizierung ein. Bei der Wahl dieser Einstellung erhalten Sie eine Warnmeldung, die Sie durch die Wahl von Ja bestätigen (siehe Abbildung 13.2). Deaktivieren Sie alle anderen Optionen im Dialogfeld Authentifizierungsmethoden.
Abbildung 13.2 Die Standardauthentifizierung versendet das Passwort im Klartext, wenn die Kommunikation nicht mit HTTPS verschlüsselt wird. Jetzt können Sie einen Test durchführen. Wählen Sie im Browser zunächst eine aspx-Datei aus der Anwendung ASPdotNETBuch, die nicht im Verzeichnis projekt73 liegt. Die Seite wird ohne Authentifizierung angezeigt. Geben Sie im Browser jetzt den URL zur Seite projektinfo.aspx im Verzeichnis projekt73 ein. Anschließend erscheint das Dialogfeld Netzwerkkennwort eingeben. Geben Sie hier einen gültigen Namen und das Passwort ein (siehe Abbildung 13.3). Anschließend wird die Seite aus dem geschützten Bereich angezeigt. Wenn Name und Passwort ungültig sind, wird das Fenster Netzwerkkennwort eingeben erneut eingeblendet. Nach dem dritten gescheiterten Versuch erscheint die Fehlermeldung Sie sind nicht berechtigt, diese Seite anzuzeigen, und es ist keine weitere Eingabe der Zugangsdaten möglich.
Abbildung 13.3 Beim Zugriff auf Dateien, für die eine Authentifizierung erforderlich ist, erscheint dieses Dialogfeld.
Wenn Sie nicht die Standardauthentifizierung verwenden möchten, können Sie über das Dialogfeld Authentifizierungsmethoden auch die beiden anderen Authentifizierungsmethoden (Digest und integriert) einstellen, die Windows anbietet. Als Nächstes soll das Beispiel so erweitert werden, dass nur bestimmte Anwender die Seiten aus dem Verzeichnis projekt73 einsehen können. 13.1.5 Dateibasierte Autorisierung über ACL verwenden
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| dateibasiert und |
| URL-basiert. |
Bei der dateibasierten Autorisierung verwenden Sie die Zugriffsrechte, die Sie über die Dateieigenschaften setzen können. Das ist die Strategie, die Sicherheit mit Windows-Bordmitteln zu erreichen. Bei der URL-basierten Autorisierung vergeben Sie die Berechtigungen innerhalb der web.config-Datei. Das ist die Strategie für selbst erstellte Sicherheits-Lösungen. Hier interessiert zunächst nur die dateibasierte Autorisierung.
Die dateibasierte Autorisierung können Sie einsetzen, wenn alle Anwender über ein Windows-Konto verfügen. Die dateibasierte Autorisierung wird oft in Kombination mit der Windows-Authentifizierung eingesetzt. Der Vorteil der Verwendung der dateibasierten Autorisierung besteht darin, dass Sie die Zugriffsrechte nur an einer Stelle, nämlich im Dateisystem, festlegen müssen. Anschließend spielt es für die Autorisierung keine Rolle mehr, ob sich ein Anwender lokal an einem PC anmeldet oder ob er über einen Browser den Zugang erhält. Da das System den Anwender identifiziert hat, weiß es, welche Rechte dieser Anwender hat.
Das Dateisystem NTFS, das unter Windows NT, Windows 2000 und Windows XP zur Verfügung steht, verwaltet die Zugriffsrechte auf Verzeichnisse und Dateien mit Hilfe der NTFS-Access-Control-Listen (ACL). Die Zugriffsrechte für ein einzelnes Objekt stellen Sie ein, indem Sie im Explorer mit der rechten Maustaste auf das Objekt klicken, Eigenschaften und die Registerkarte Sicherheitseinstellungen selektieren. Abbildung 13.4 zeigt die Einstellungen beispielhaft für das Verzeichnis projekt73.

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Abbildung 13.4 NTFS verwaltet die Zugriffsrechte mit Hilfe der Access-Control-Listen, die Sie über das Eigenschaftenfenster erreichen.
Den Zugriff auf das Verzeichnis projekt73 möchten Sie beispielsweise nur denjenigen Anwendern gestatten, die Mitglied der Gruppe Projekt73 sind.
Zunächst stellen Sie über die Verwaltung der Benutzer und Gruppen sicher, dass Sie über eine entsprechende Gruppe mit zugehörigen Anwendern verfügen: Start • Einstellungen • Systemsteuerung • Verwaltung • Computerverwaltung. Im Zweig System finden Sie den Eintrag Lokale Benutzer und Gruppen. Hier können Sie Benutzer und Gruppen hinzufügen. Erstellen Sie testweise drei neue Benutzer und eine Gruppe Projekt73. Zwei davon weisen Sie der neu erstellten Gruppe zu. Diese Gruppe darf auf das Verzeichnis projekt73 zugreifen. Der dritte Benutzer soll keinen Zugang erhalten. Abbildung 13.5 zeigt die Eigenschaften der Gruppe Projekt73. Ihr sind die beiden Mitarbeiter UlrichP und WernerM zugeordnet.

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Abbildung 13.5 Die Einrichtung von Benutzergruppen erleichtert die Verwaltung der Zugriffsrechte.
So schränken Sie den Zugriff auf das Verzeichnis projekt73 auf die Mitglieder der Gruppe Projekt73 ein:
Klicken Sie im Explorer mit der rechten Maustaste das Verzeichnis projekt73 an. Wählen Sie Eigenschaften und selektieren Sie die Registerkarte Sicherheitseinstellungen.
Da nicht mehr jeder auf diese Ressource zugreifen können soll, müssen Sie aus der Liste Name den Eintrag Jeder entfernen. Dazu müssen Sie zunächst das Kontrollkästchen Vererbbare übergeordnete Berechtigungen übernehmen deaktivieren. Anschließend erscheint ein Informationshinweis zu den Sicherheitseinstellungen. Wählen Sie hier die Schaltfläche Entfernen. Anschließend ist der Eintrag Jeder aus der Liste gelöscht.

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Abbildung 13.6 Die vererbbaren Berechtigungen
Fügen Sie anschließend zwei Konten hinzu: Projekt73 enthält die Namen der Anwender mit Zugangsberechtigung. Das Konto ASPNET muss ebenfalls eine Zugangsberechtigung haben, damit ASP.NET selbst zugreifen kann.
Ein erneuter Test funktioniert wie erwartet. Anwender, die zur Gruppe Projekt73 gehören, können die Seite anzeigen. Alle anderen Anwender werden abgewiesen.
Die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Authentifizierungsmethode hängt davon ab, welche Voraussetzungen die Anwendung erfüllen muss. Tabelle 13.1 listet die diversen Kriterien in tabellarischer Form auf.
| Authentifizierungs-methode | Arbeitsweise | Voraussetzungen für den Browser | Voraussetzungen auf dem Server | Höhe der gebotenen Sicherheit | Typisches Einsatzszenario |
|---|---|---|---|---|---|
| Windows, Standard, | Anwendername und Passwort werden in einem Formular abgefragt und im Klartext übertragen. | Mit fast allen Browsern kompatibel | Der Anwender benötigt ein Benutzerkonto auf dem Domänenserver. | Gering. Bei zusätzlicher Verwendung von HTTPS hoch | Internetapplikation mit geringen Sicherheitsanforderungen. Bei Verwendung von HTTPS auch für hohe Sicherheitsanforderungen geeignet |
| Windows, Digest | Anwendername und Passwort werden vom Anwender abgefragt und vor der Übertragung vom Browser verschlüsselt. | Nur Internet Explorer ab Version 5.x | Erst ab Windows 2000. Benutzerkonto im Active Directory erforderlich. Das Passwort muss mit der Option »umkehrbare Verschlüsselung« gespeichert werden. | mittel | Intranetlösungen |
| Windows, Integriert (NTLM/Kerberos) | Anwendername und Passwort, mit denen der Anwender sich bei Windows angemeldet hat, werden automatisch verschlüsselt überprüft. Keine erneute Eingabe erforderlich | Ab Internet Explorer 3.01 | Benutzerkonto auf dem Domänenserver nötig | hoch | Intranetlösungen |
| Formularbasiert | Anwendername und Passwort werden in einem Formular abgefragt und im Klartext übertragen. | Keine besonderen Voraussetzungen | Keine besonderen Voraussetzungen | Gering. Bei zusätzlicher Verwendung von HTTPS hoch | Internetapplikation mit geringen Sicherheitsanforderungen. Bei Verwendung von HTTPS auch für hohe Sicherheitsanforderungen geeignet |
Tabelle 13.1 Kriterien für die Auswahl einer Authentifizierungsmethode
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