»Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.« Friedrich Nietzsche (15.10.1844–25.08.1900), Philosoph und Lyriker
5 Die Installation
| Was Sie in diesem Kapitel erwartet |
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Linux hat einen weiten Weg seit jenen Zeiten zurückgelegt, als es noch ein echtes Abenteuer war, allein nur ein einfaches grafisches X-Window-System aufzusetzen und damit eine grafische Oberfläche zu initiieren. Zum Glück hat sich die Installation inzwischen erheblich vereinfacht, und ich wage zu behaupten, dass die Installation von Ubuntu auf Ihrem System einfacher und wesentlich schneller vonstatten geht, als dies bei Windows der Fall ist. Prinzipiell haben Sie drei verschiedene Möglichkeiten der Installation:
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Selbstverständlich können Sie Ubuntu auch parallel zu einem bereits installierten Windows installieren. Wir werden uns in diesem Kapitel näher mit den verschiedenen Arten der Installation eines Desktop-Systems beschäftigen. Wenn Sie einen Server aufsetzen, ein RAID einrichten oder LVM nutzen möchten, so sehen Sie in Kapitel »Server-Installation« ab Seite nach. |
| Benötigtes Vorwissen |
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Sie sollten den grundlegenden Umgang mit Windows beherrschen, um beispielsweise Ihre Festplatte zu defragmentieren oder ein Backup Ihrer Daten zu machen. |
5.1 Voraussetzungen 

Nun wird es so langsam ernst. Die drei wesentlichsten Punkte, die es zu beachten gilt, werden wir uns im Folgenden etwas genauer ansehen. Sie sollten vor Beginn sichergehen, dass
- Ihr Computer die nötigen Voraussetzungen erfüllt bzw. Sie das richtige Installationsmedium für Ihre Architektur verwenden.
- Ihr Computer von CD booten kann. Hierzu müssen Sie die entsprechende Option im BIOS (Basic Input Output System) Ihres Computers aktivieren.
- Ihre Hardware nicht bekannterweise problematisch beim Einsatz von Linux ist und Sie über genügend freien Platz auf der Festplatte Ihres Computers verfügen. Am besten eignet sich eine separate Festplatte oder eine gänzlich leere Partition, die Sie während der Installation von Ubuntu löschen können.
- Sie ein aktuelles Backup Ihrer Daten gemacht haben. Auch wenn Datenverluste durch Installationsfehler selten sind, so passieren sie doch gerade dann, wenn man kein aktuelles Backup hat (»Murphy's law«).
5.1.1 Hardware-Plattformen und Systemanforderungen 

Ubuntu Linux unterstützt die folgenden Hardware-Architekturen:
- Intel x86 Darunter fällt die überwiegende Mehrzahl der PCs in den privaten Haushalten. Diese sind mit einem Intel/AMD-32-Bit-Prozessor ausgestattet und laufen in der Regel mit dem Betriebssystem Microsoft Windows.
- PowerPC Bis vor Kurzem war dies der bevorzugte Prozessortyp der Firma Apple. Er wird hergestellt von IBM und man findet diesen Hardware-Typ im Apple Macintosh G3, G4, und G5 ebenso wie in iBooks und PowerBooks.
- Seit Juni 2005 scheint die Apple-Welt jedoch auf den Kopf gestellt: Fortan liefert der ehemalige Erzrivale Intel die Herzstücke der Apple-Computer. Somit ist die separate PowerPC-Version inzwischen obsolet geworden, und Sie können die x86-Version verwenden.
- AMD64 Wer bereits einen modernen 64-Bit-Prozessor der Firma AMD sein Eigen nennt, der darf sich freuen: Ubuntu unterstützt mit einer speziellen Version die AMD64- bzw. EM64T-Architektur (d. h. Athlon64, Opteron sowie den EM64T Xeon).
- Allerdings fällt der Geschwindigkeitsschub noch nicht allzu dramatisch aus, da bislang nur relativ wenige Programme die Vorzüge der 64-Bit-Architektur nutzen.
Welche Systemanforderungen stellt Ubuntu?
Aufgrund des schlanken Designs der Basisversion kann man bereits mit einem 500-MHz-PC, der mit 256 MB RAM ausgestattet ist und über 5~GB freien Festplattenspeicher verfügt, ausreichend schnell arbeiten. Augenzeugenberichten zufolge soll Ubuntu aber auch schon auf einem betagten Pentium mit lediglich 64 MB RAM seinen Dienst verrichtet haben, dann allerdings ohne grafische Oberfläche.
Für die modernen Desktop-Effekte sollte Ihr Rechner dennoch relativ aktuell sein, d. h. nicht älter als maximal fünf Jahre. Ich empfehle Ihnen einen Prozessor, der stärker als 1 GHz ist und mindestens 1 GB Arbeitsspeicher.
| Testen Sie Ihre Hardware mit der Live-CD/DVD |
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Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr PC die Anforderungen von Ubuntu erfüllt, dann testen Sie die vorhandene Hardware doch einfach mit einer Live-CD/DVD von Ubuntu. Diese Live-CD/DVD wird nicht auf der Festplatte installiert und gefährdet somit unter keinen Umständen das installierte System. Das Live-System läuft komplett von der CD und ist dementsprechend ein wenig langsamer als ein fest installiertes. |
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Sie legen eine solche CD oder DVD lediglich in das Laufwerk und starten den Rechner neu. Die einzige kleine Schwierigkeit besteht darin, dass Sie sichergehen müssen, dass der betreffende PC beim Starten auch wirlich zuerst von CD startet. Zum Ändern der Bootreihenfolge sehen Sie bitte in folgendem Abschnitt »Bootvorbereitungen im BIOS« nach. |
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Wenn Sie den Verkäufer vorher fragen, können Sie, bewaffnet mit einer solchen CD oder DVD, bestimmt auch bei einem PC-Neukauf die Hardware vor dem Kauf auf Ubuntu-Tauglichkeit testen. |
5.1.2 Boot-Vorbereitungen im BIOS 

Sollte die CD bzw. DVD nicht automatisch booten, müssen Sie das BIOS Ihres Rechners auf die Boot-Fähigkeit von CD hin überprüfen bzw. die Boot-Reihenfolge anpassen. Dazu ist es notwendig, mithilfe einer Tastaturkombination (auf Neudeutsch: Hotkey-Sequenz) in das BIOS zu gelangen.
| BIOS | Hotkey-Sequenz |
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ACER |
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AMI |
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Phoenix |
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Phoenix (Dell) |
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ATT |
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Award |
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AST |
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Compaq |
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IBM |
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Die obige Tabelle zeigt die Tastenkombinationen für die am meisten verbreiteten BIOS-Varianten. Beachten Sie, dass sich dabei ein und derselbe BIOS-Fabrikant durchaus unterschiedlicher Sequenzen bedienen kann. Darüber hinaus kann mitunter der Zeitpunkt von Bedeutung sein, wann die Hotkey-Sequenz einzugeben ist, z. B. während des Speichertests. Nähere Informationen entnehmen Sie der Dokumentation Ihrer speziellen Hardware, in diesem Fall der des eingesetzten Motherboards.
Auf manchen Computern brauchen Sie die Boot-Reihenfolge nicht zu ändern, da diese für diese Aufgabe ein separates Menü anbieten. Oftmals erreichen Sie dieses Menü durch Drücken der Taste
während des Bootens.
Navigation im BIOS
Nach der Hotkey-Sequenz präsentiert sich der Hauptbildschirm der BIOS-Software. Hier sollten Sie nach einem Menüpunkt namens Boot bzw. einem entsprechenden Untermenü Ausschau halten. Abbildung zeigt am Beispiel des Phoenix-BIOS ein solches Boot-Konfigurationsmenü. Wie Sie sich im BIOS selbst bewegen und Aktionen ausführen, ist ebenfalls vom Typ abhängig. In den meisten Fällen werden die verfügbaren Tastenkombinationen am oberen oder unteren Bildschirmrand eingeblendet.
Im Boot-Untermenü ist nun zu prüfen, ob der Datenträger, von dem gebootet werden soll, am Anfang der Liste der Boot-Medien steht. Ist dies nicht der Fall, so kann die Reihenfolge zumeist mit der Taste
bzw.
des Nummernblocks auf der Standardtastatur geändert werden; Näheres entnehmen Sie wiederum der Hardware-Dokumentation. Im vorliegenden Fall steht dem Anwender zudem die kontextbezogene Hilfe am rechten Bildschirmrand zur Verfügung (siehe Abbildung).
Abbildung 5.1 Startsequenz im BIOS anpassen
Bei moderneren Systemen können an dieser Stelle weitere Varianten – wie beispielsweise das Booten über ein Netzwerk oder von angeschlossenen USB-Geräten wie Memorysticks oder mobilen Festplatten – ausgewählt werden. So ist es mittlerweile auch möglich, Ubuntu auf einer externen USB-Festplatte zu installieren und zu booten. Dadurch können Sie Ihr komplettes System stets mit sich führen.
Eine Warnung ist an dieser Stelle leider auch angebracht: Bitte beschränken Sie sich bei den Änderungen nur auf das Boot-Untermenü. Gerade die Manipulation des BIOS ist eine hervorragende Gelegenheit für Ungeübte, digitales Porzellan zu zerschlagen. Wer beispielsweise meint, die Parameter seiner Festplatte unbedingt manuell eintragen oder gar den Takt des Prozessors »hochschrauben« zu müssen, riskiert Systemabstürze und Datenverlust. Dies muss nicht sein, und deswegen sollten nur erfahrene Anwender an allen Schrauben ihres BIOS drehen.
Nach erfolgter Änderung verlässt man die BIOS-Konfiguration schließlich über das Untermenü Exit bzw. mit dem Hotkey
. Bei älteren BIOS-Varianten ist zu beachten, dass die abschließende Bestätigungsabfrage die Eingabe des Buchstabens
statt
erfordert, da diese BIOS-Versionen an das amerikanische Tastatur-Layout angepasst wurden. Nun sollte Ihrem ersten Boot-Versuch nichts mehr im Wege stehen.
Die Ubuntu-CD/DVD will nicht booten. Und nun ...?
Auch hier gibt es eine Lösung: Installieren Sie den Bootloader GRUB in einem bestehenden Windows-System, und booten Sie von da aus den Ubuntu-Installer. Eine Anleitung hierzu finden Experten (und nur solche sollten sich an eine derart komplexe Aufgabe heranwagen) unter http://wiki.ubuntuusers.de/Installation_ohne_CD.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, mit einer Hilfsdiskette einen Linux-Kernel zu booten, der dann die entsprechenden Treiber für das CD-Laufwerk zur Verfügung stellt und somit das BIOS überlistet. Dazu lesen Sie bitte folgende Informationen: http://wiki.ubuntuusers.de/Bootdiskette.
| Windows und Linux parallel installieren |
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Es ist generell für Einsteiger sinnvoll, ein eventuell vorhandenes Windows parallel zu behalten. So haben Sie erst einmal ein funktionsfähiges System, falls bei der Installation von Ubuntu irgendetwas schiefgehen sollte. Eine Mindestnutzung von Windows könnte so aussehen, dass Sie im Internet vorhandene Hilfe für die Einrichtung von Ubuntu suchen. |
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Eine andere elegante Möglichkeit besteht darin, dass Sie Ubuntu in Windows installieren. Dies hört sich zunächst einmal merkwürdig an, ist aber mithilfe von Wubi spielend einfach. Mehr über Wubi erfahren Sie in Abschnitt »Als Anwendung unter Windows – Wubi« auf Seite . Damit ist es möglich, Ubuntu wie eine Anwendung zu installieren und bei Bedarf wieder zu entfernen. |
Sicherung der persönlichen Daten
Bevor es ernst wird, soll an dieser Stelle noch ein Hinweis an diejenigen erfolgen, die planen, Ubuntu neben bereits existierenden Betriebssystemen zu installieren: Sichern Sie vor der Installation wichtige persönliche Daten. Auch wenn die Installationsprozedur im Normalfall andere Partitionen unangetastet lässt, kann der Faktor Mensch hier doch einiges vermurksen. Insbesondere dann, wenn Sie bei der Partitionierung zum falschen Zeitpunkt aufs falsche Knöpfchen drücken, können ganze Systemlaufwerke im Daten-Nirwana verschwinden. Folgende Daten sollten in jedem Fall gesichert werden:
- Windows-Anwender kopieren das Verzeichnis Eigene Dateien auf einen mobilen Datenträger (CD, DVD, USB-Festplatte).
- Linux-Anwender sichern das /home-Verzeichnis einer bestehenden Installation.
Wer besonders sichergehen und sich im Falle einer Fehlbedienung die Neuinstallation des bestehenden Systems ersparen möchte, der fertigt ein Image der Systempartition an. Im Linux-Umfeld ist das rasch unter Verwendung einer Live-CD wie Knoppix zu erledigen. Näheres hierzu können Sie Kapitel »Backup und Sicherheit« ab Seite entnehmen.
System-Check
Ist mein Computer fit für Ubuntu, wird sämtliche Hardware unterstützt? Ubuntu ist ein sehr modernes Linux-System, sodass es mit Computern der neuen Generation eigentlich keine Probleme geben sollte.
Etwas schwieriger gestaltet sich die Installation auf betagten Rechnern. Wer also einfach mal testweise Ubuntu auf einem Rechner installieren möchte, der bislang auf dem Dachboden sein trauriges Dasein fristete, dem sei empfohlen, die Ubuntu-CD auf dem Gerät der Wahl testweise im Live-Modus zu booten. Sollte das ohne Probleme funktionieren und das System auch im grafischen Modus einigermaßen flüssig laufen, steht einer Festplatteninstallation eigentlich nichts mehr im Wege.
| Ältere Hardware verwenden |
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Für alte und dementsprechend schwächere Hardware eignet sich meist am besten Xubuntu, eine Abwandlung (Derivat) von Ubuntu. Die darin enthaltene Arbeitsumgebung Xfce geht besonders sparsam mit den Ressourcen Ihres Rechners um. Mehr über Xubuntu erfahren Sie in Abschnitt »Xubuntu« ab Seite . |
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Es gibt allerdings auch Einsatzbereiche fernab von einem Desktop-System. Für diese verwenden Sie oftmals gar keine grafische Oberfläche und installieren die Server-Variante von Ubuntu. Sie erfahren mehr über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in Abschnitt »Ubuntu auf dem Server« ab Seite . |
Bestehender Netzwerkzugang während der Installation
Zwar nicht lebensnotwendig für die Installation von Ubuntu, aber doch recht komfortabel ist die Nutzung eines bestehenden Internetzugangs. Idealerweise wird dieser durch einen Router realisiert, der systemunabhängig zu konfigurieren ist, beispielsweise per Browser. Ein moderner Router kann entweder in Verbindung mit einem bestehenden DSL- oder ISDN-Anschluss genutzt werden und besitzt oftmals auch ein integriertes Modem. Ubuntu kann dann in Verbindung mit solchen Geräten bereits während des Installationsvorgangs für den (Inter-)Netzwerkeinsatz eingerichtet werden.
Schwieriger gestaltet sich die Situation, wenn Ihr Computer via Modem oder ISDN-Karte direkt an das Internet angebunden ist. In diesem Fall muss die Konfiguration des Internetanschlusses nachgeholt werden. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt ab Seite .
5.1.3 Platz für Ubuntu schaffen 

Normalerweise ist es nicht besonders kompliziert, die gesamten Installationsvorbereitungen Ubuntu zu überlassen. Ubuntu erkennt nicht nur automatisch Ihre Festplatte und alle darauf befindlichen Partitionen, es kann auch auf Befehl auf Ihrer Festplatte Platz schaffen. Die vorhandenen Windows-Partitionen werden daraufhin verkleinert, und Ubuntu installiert sich ganz bescheiden auf dem freigewordenen Platz.
Warum also dann dieses gesonderte Teilkapitel? Nun, zum einen arbeitet das Partitionierungswerkzeug von Ubuntu bei großen Festplatten sehr langsam – eine manuelle Verkleinerung, die ich im Folgenden beschreibe, geht hierbei deutlich zügiger. Zum anderen ist der nachfolgend beschriebene Weg etwas sicherer und zuverlässiger. Auch wenn Fehler hierbei eher selten vorkommen, so ist dennoch »Vorsicht die Mutter der Porzellankiste«.
Ich weiß nur zu gut, wie viel Zeit man mit dem kompletten Konfigurieren und Einrichten eines Windows-Systems verbringen kann. Diese Zeit stecken Sie lieber in das Erlernen von Linux.
5.1.4 Defragmentieren 

Ein Datenträger ist kein statisches Gebilde, es finden andauernd Lese-, Schreib- und Löschoperationen statt. Manche Operationen geben Speicherplatz wieder frei, andere wiederum benötigen neuen Speicherplatz. Dieses dauernde Freigeben und erneute Belegen von Speicherblöcken fürt zu der sogenannten Fragmentierung. Eine fragmentierte Festplatte besitzt ungünstige Verteilung von Datenblöcken, so dass sich die Zugriffszeiten auf die Daten durch zusätzliche Bewegungen der Schreib-/Leseköpfe verlängern.
Unter Defragmentierung versteht man die Neuordnung von Datenblöcken fragmentierter Dateien auf den Spuren und Sektoren der Festplatte, so dass Zugriffe mit optimaler Geschwindigkeit durchgeführt werden können.
Defragmentieren Sie zunächst einmal die Partition unter Windows. Dies erledigen Sie unter Windows XP mit einem Rechtsklick über dem Symbol Arbeitsplatz im Startmenü, Punkt Verwalten, dort Datenspeicher • Defragmentierung. Bei Windows Vista und Windows 7 gelangen Sie zu dieser Einstellung über die Schaltfläche Computer im Startmenü. Dort führen Sie ebenfalls einen Rechtsklick aus und wählen Verwaltung. In dem daraufhin erscheinenden Fenster wählen Sie Datenspeicher • Datenträgerverwaltung.
Schalten Sie vor der Partitionsverkleinerung die Windows-Auslagerungsdatei aus. Diese Datei nennt sich pagefile.sys und kann über folgende Schritte deaktiviert werden: rechter Mausklick auf die Schaltfläche Computer im Startmenü, hier nun Eigenschaften • Erweitert • Systemleistung • Einstellungen • Erweitert • Virtueller Arbeitsspeicher (Ändern) wählen, dort keine Auslagerungsdatei markieren bzw. den Wert der Auslagerungsdatei auf null setzen.
Abbildung 5.2 Beispiel einer nur gering fragmentierten Windows-Partition
Nach der Verkleinerung der entsprechenden Partition und der Installation von Ubuntu sollte die Auslagerungsdatei freilich wieder aktiviert werden. Sie ist mit der Swap-Partition unter Linux vergleichbar.
Abbildung 5.3 Windows-Auslagerungsdatei(en) abschalten
Sie können Ubuntu prizipiell auf drei Arten auf Ihre Festplatte bannen: entweder durch eine Installation aus dem laufenden Live-System heraus, durch eine klassische textbasierte Installation oder über das neuartige Wubi. Für welche Art Sie sich entscheiden, hängt von Ihrer Hardware ab und von den Bedingungen, die Sie an eine Installation stellen. Sie erfahren mehr über
- die grafische Variante aus dem Live-System heraus im Abschnitt »Installation von einem Live-Medium (CD/DVD/USB)« ab Seite ,
- die klassische textbasierte Installation in Abschnitt »Textbasierte Installation« ab Seite und
- die Installation in ein laufendes Windows-System mit Wubi in Abschnitt »Als Anwendung unter Windows – Wubi« auf Seite .
Dort stelle ich Ihnen die einzelnen Schritte der Installation ausführlich vor.







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