9.4 Chatprogramme 

Manchmal wünscht man sich eine synchrone Kommunikation mit seinem Gegenüber. Insbesondere bei schmalbandigen Verbindungen haben sich die sogenannten Chatprogramme bewährt, deren prominenteste Vertreter ich nachfolgend vorstellen werde.
9.4.1 XChat 

Der Klassiker XChat hat ein neues Gesicht bekommen: XChat-GNOME. Damit soll XChat sich besser in die GNOME-Umgebung einfügen und dabei sehr benutzerfreundlich sein. Nach der Installation der entsprechenden Pakete xchat bzw. xchat-gnome finden Sie XChat/-GNOME bei Ubuntu im Menü Anwendungen • Internet • XChat bzw. -GNOME. Als Beispiel soll hier der Klassiker vorgestellt werden; die Konfiguration verläuft bei beiden Clients im Wesentlichen gleich.
Abbildung 9.14 XChat – Auf Du und Du im IRC
Nach dem Start des Programms sollten Sie als Erstes einen passenden Nickname wählen. Voreingestellt sind zunächst der definierte Login-Name sowie drei Alternativen. Es ist sinnvoll, hier einen prägnanten Namen nebst Zweitwahl- und Drittwahleinträgen selbst zu definieren.
freenode.net
Anschließend können Sie einen IRC-Server (Internet Relay Chat) aus der Liste auswählen. Im europäischen Bereich trifft man sich bevorzugt bei freenode.net. Wählen Sie dieses Netz aus, und klicken Sie auf den Button Verbinde.
Nun muss noch der entsprechende Kanal angegeben werden. Das erfolgt über den Menüpunkt Server • Betrete Channel #<Kanalname>. Wer einen Überblick über die auf dem Server gehosteten Kanäle haben möchte, der wählt den Menüpunkt Fenster • Channelliste und holt sich über Liste aktualisieren eine komplette Auflistung. Zur bequemen Offline-Analyse kann die entsprechende Liste auch gespeichert werden. Sie werden feststellen, dass es zu nahezu jedem Thema einen Kanal gibt, der mehr oder weniger intensiv frequentiert wird.
Wenn Sie im Kanal angekommen sind, können Sie endlich die Kommunikation beginnen, indem Sie in die untere Eingabezeile schreiben. Besonders praktisch an XChat ist die Möglichkeit, dass man Links, die von freundlichen Channel-Usern angegeben wurden, direkt durch Anklicken im Systembrowser öffnen kann. Möchten Sie dazu einen speziellen Browser wie Firefox verwenden, so wählen Sie diesen zunächst über das Kontextmenü mittels eines rechten Mausklicks über dem Link aus. Eine Übersicht von sämtlichen Ubuntu-IRC-Kanälen finden Sie unter https://wiki.ubuntu.com/InternetRelayChat.
| Irssi – IRC für die Konsole |
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Es kann durchaus vorkommen, dass Sie einmal vor Ihrem Rechner sitzen und keine grafische Oberfläche mehr haben. Hilfe können Sie dann unter anderem im IRC finden, und Irssi ist ein IRC-Client, der auch ohne X-Server funktioniert. Genau genommen sind Installation und Bedienung kaum anders als bei grafischen IRC-Clients. Um Irssi zu nutzen, installieren Sie einfach das gleichnamige Paket und starten es von der Konsole oder aus einem Terminal mit irssi. |
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Die Oberfläche von Irssi gliedert sich folgendermaßen: Unten ist die Eingabezeile, und darüber sehen Sie die Meldungen des IRC-Servers bzw. die Beiträge der Channel-Teilnehmer. Nach dem Programmstart müssen Sie sich als Erstes mit einem Server verbinden. Am Beispiel von Freenode geschieht dies mit /connect irc.freenode.net. Eingeloggt sind Sie zunächst mit dem Usernamen, den Sie auch auf dem genutzten Rechner haben. Den Nicknamen können Sie mit dem Befehl /nick <Nickname> ändern. Sollte es ein bereits registrierter Nickname sein, so geben Sie nach der Aufforderung durch NickServ /msg NickServ IDENTIFY <Passwort> ein. |
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Sollten Sie nicht wissen, in welchen Channel Sie genau wollen, können Sie sich mit /list -yes eine Liste aller Channels des Servers anzeigen lassen. Normalerweise erhalten Sie aufgrund der großen Anzahl registrierter Channel auf einem Server eine Warnung. Mit -yes unterdrücken Sie diese. Vermutlich wird aber Ihre erste Anlaufstelle der Channel des deutschen Ubuntu-Supports sein. Den Channel betreten Sie mit /join #ubuntu-de. Sollten Sie einen passwortgeschützten Channel betreten wollen, lautet die allgemeine Syntax: |
| /join #<Channel> <Passwort> |
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Auch der Besuch mehrerer Channel auf demselben Server ist kein Problem: Sowohl der Dialog mit dem Server selbst als auch jeder Channel erhält eine Nummer. Mit der Tastenkombination
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Beim Betreten eines jeden Channels werden Ihnen in einer Zusammenfassung zunächst das Thema des Channels, wer dieses wann gesetzt hat und welche User gerade im Channel sind, mitgeteilt. Da es keine Seitenleiste wie bei den grafischen IRC-Clients gibt, wandert die Liste der Nutzer mit der Zeit aus dem Chat-Fenster heraus. Mit /users können Sie sich die Zusammenfassung der User-Liste jederzeit erneut anzeigen lassen. |
Abbildung 9.15 Irssi in Aktion
9.4.2 Pidgin 

Das Streben nach universeller Erreichbarkeit ist mehr oder weniger eine Krankheit der »Generation @«. Ihren vorläufigen Höhepunkt hat dieser Trend in der Entwicklung von sogenannten Instant-Messenger-(IM-)Programmen gefunden. Vorreiter war zunächst das ICQ-System, und AOL hat wenig später seinen AIM (AOL Instant Messenger) unters Volk gebracht. Unter Ubuntu gibt es den Pidgin (kurz: Pidgin), der sich im Menü Anwendungen • Internet • Pidgin befindet.
Pidgin kann in Verbindung mit verschiedenen Instant-Messenger-Protokollen eingesetzt werden. Dem Open-Source-Gedanken am nächsten kommt wohl das XMPP-Protokoll (oftmals auch Jabber genannt). Einen XMPP-Server darf jeder einrichten, XMPP ist völlig unabhängig von irgendwelchen Unternehmen oder Einzelpersonen.
| Pidgin für Microsoft Windows |
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Von vielen freien Software-Projekten, die es ursprünglich nur für Linux gab, existieren inzwischen auch Versionen für Windows. Pidgin macht hierbei keine Ausnahme und bietet jede aktuelle Veröffentlichung der Software für Linux und Windows an. Nähere Informationen und Download-Möglichkeiten erhalten Sie unter http://pidgin.im/. |
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Andere freie Software-Projekte für beide Welten sind beispielsweise OpenOffice.org, Thunderbird, Firefox und sogar GIMP. Diese Software-Projekte sind eine hervorragende Möglichkeit für eingefleischte Windows-Nutzer, einmal über den Tellerrand zu schauen. Aber auch dann, wenn Sie aus beruflichen Gründen auf Windows angewiesen sind, können Sie sich mit freier Software wenigstens ein Stück Freiheit auf Ihren Desktop holen. |
Das Einrichten ist denkbar einfach: Starten Sie Pidgin auf Konten und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Wählen Sie als Protokoll XMPP, und wählen Sie dann einen Benutzernamen und einen Server aus. An dieser Stelle wird auch ersichtlich, dass Pidgin ein Universalkommunikationsprogramm ist: Nicht weniger als acht verschiedene Chatprotokolle werden derzeit unterstützt, darunter auch das Microsoft-Netz MSN, der Yahoo-Messenger, ICQ oder der im letzten Abschnitt besprochene IRC. Für Letzteres ist Pidgin in Ubuntu als Standard vorgesehen und hat damit die Aufgabe des XChat zusätzlich übernommen.
Eine Liste von XMPP-Servern ist auf http://www.xmpp.net/ zu finden. Sie müssen sich nicht auf einer gesonderten Internetseite anmelden, wie es oftmals bei anderen Messengern nötig ist. Tragen Sie einfach Ihren gewünschten Benutzernamen und den ausgewählten Server ein, beispielsweise jabber.ccc.ce oder xmppnet.de. Anschließend setzen Sie ein Häkchen vor Dieses neue Konto auf dem Server anlegen und klicken auf Speichern. Sofern der Benutzername noch nicht vergeben ist, haben Sie sich nun bei diesem XMPP-Server registriert.
Abbildung 9.16 Pidgin in Aktion
Wo ist Gaim?
Aufgrund eines Rechtsstreites mit der Firma AOL, die sich den Namen AIM für den hauseigenen Messenger schützen ließ, wurde Gaim Anfang 2007 in Pidgin umbenannt. Der Name »Pidgin« ist ein Wortspiel mit dem Begriff Pidgin-Sprachen und dem ähnlich klingenden englischen Wort pigeon (Brieftaube). Deshalb ziert auch eine lilafarbene Taube das Programm. Der Begriff »Pidgin-Sprache« bezeichnet eine reduzierte Sprachform, die verschiedensprachigen Personen zur Verständigung dient. Pidgins entwickeln sich generell in Umgebungen, in denen mindestens zwei – meistens nicht näher verwandte – Sprachen in Kontakt treten.
| Einen anderen Proxy für Dateiübertragungen eintragen |
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Pidgin bietet die bequeme Möglichkeit, Dokumente oder Bilder zu versenden, indem man diese einfach mit der Maus auf einen Kontakt zieht. Hierbei nutzen Sie einen speziellen Proxy-Server für Dateiübertragungen. Standardmäßig ist dafür die Adresse proxy.jabber.org für XMPP eingetragen. Oftmals ist dieser Server allerdings überlastet und der Datentransfer misslingt. In einem solchen Fall ist es von Vorteil, wenn Sie in den Kontoeinstellungen in dem Reiter Erweitert einen anderen Server eintragen, beispielsweise proxy.netlab.cz. |
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Der Datentransfer funktioniert übrigens nicht bei allen Protokollen problemlos. In der Vergangenheit gab es beispielsweise besonders häufig Probleme mit dem geschlossenen MSN-Protokoll. Sie vermeiden viel Ärger, wenn Sie auf das offene XMPP umsteigen. |
Verbindung herstellen
Nachdem Sie das Konto durch Eingabe von Benutzername und Passwort konfiguriert haben, können Sie durch Ankreuzen des Häkchens Online die Verbindung zum Jabber-Server herstellen.
Nun können Sie die Verbindung zu einem weiteren Nutzer testen: Dazu müssen Sie seinen Screening-Namen kennen. Über das Untermenü Buddies • Buddy hinzufügen wird der entsprechende Partner zunächst registriert, damit Sie zukünftig eine Meldung erhalten, wenn die Person online ist. Erscheint der registrierte Freund (Buddy) im Kontaktfenster, so ist dieser online und kann ausgewählt und »angefunkt« werden. Im unteren Bereich des Fensters geben Sie den Text ein, und mit dem Button Abschicken versenden Sie ihn.
Damit wären natürlich längst nicht alle Möglichkeiten beschrieben: Mithilfe des Instant-Messenger-Netzwerkes können Konferenzen bzw. Chats zwischen mehreren Personen unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten werden, und es können sogar Dateien an die Mitglieder des Chats versendet werden.
Plug-ins
Neben den Protokoll-Plug-ins kann Pidgin auch mit Plug-ins ausgestattet werden, die den Funktionsumfang erweitern. Diese reichen von erweiterten Möglichkeiten der Benachrichtigung beim An- und Abmelden eingetragener Nutzer bis hin zu Plug-ins, die kryptografische Funktionen bieten, um Nachrichten zu verschlüsseln. Zurzeit gibt es, neben den offiziellen Protokoll-Plug-ins, insgesamt mehr als 30 weitere Plug-ins für Pidgin.
Telepathy
Telepathy ist der Name für eine Spezifikation des freedesktop.org-Projekts, das die technische Basis zwischen verschiedenen Kommunikationsprogrammen wie Instant-Messenger, Internettelefonie und Videotelefonie beschreibt. Telepathy sieht zwei Arten von Software vor: Zum einen sogenannte Verbindungs-Manager, und zum anderen Clients. Während erstere die nötige Infrastruktur bereitstellen, nutzen die Clients diese Dienste. Die Kommunikation erfolgt über D-Bus.
Der erste Client, der auf Telepathy aufbaut, ist Empathy. Dieses Programm ist gleichzeitig ein Novum, da es der erste Instant-Messenger ist, der in GNOME integriert wurde. Bisher kamen für diesen Zweck Fremdprogramme wie beispielsweise Pidgin zum Einsatz. Ubuntu setzt übrigens weiterhin auf Pidgin, sodass Sie Empathy einzeln nachinstallieren müssen (siehe nächster Tipp). Mit Empathy haben Sie einen ähnlichen Leistungsumfang wie bei Pidgin – zusätzlich beherrscht das Programm aber auch Audio- und Videokonferenzen über XMPP/SIP.
Hierbei nutzt es einen weiteren Telepathy-Client: Ekiga. Ekiga ist eine vollwertige Audio/Video-Konferenzanwendung und basiert auf dem Session Initiation Protocol (SIP), mit dem Kommunikationssitzungen zwischen beliebig vielen Teilnehmern aufgebaut werden können.
| Empathy installieren |
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Empathy ist Teil der GNOME-Desktop-Umgebung und in ihr das Standardprogramm zum Chatten. Empathy entstand ursprünglich aus einer bestehenden Unzufriedenheit mit Pidgin (s. u.): Pidgin integriert trotz vielfachen Wunsches keine Möglichkeit für Video-Chats. Empathy ist noch nicht standardmäßig in Ubuntu enthalten, da es noch recht jung ist. Sie können es aber leicht installieren und damit eventuell Pidgin ersetzen. Wie Pidgin auch, ist Empathy ein Multi-Protokoll-Messenger. |
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Sie installieren Empathy über das Kommando |
| sudo apt-get install empathy |
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und finden das Programm nach der Installation unter Anwendungen • Internet • Empathy Sofortnachrichtendienst. Empathy kann ab Ubuntu 9.04 vorhandene Benutzerkonten aus Pidgin übernehmen. Die Einrichtung neuer Konten erfolgt ähnlich wie bei Pidgin. |
9.4.3 Quassel 

Die IRC-Lösung für KDE heißt Quassel, es ist der Nachfolger von Konversation und seit Kubuntu 9.04 erstmalig standardmäßig installiert.
Abbildung 9.17 IRC mit Quassel
Das Programm benötigt beim ersten Start Angaben zum Server und zu Ihrer Identität. Über den Pfad Datei • Netzwerke • Netzwerke konfigurieren können Sie in den Einstellungen die Server und die beim Programmstart automatisch zu betretenden Kanäle (und ggf. das zugehörige Passwort) definieren. Ihren Spitznamen tragen Sie unter Einstellunge • Quassel konfigurieren...· Identitäten ein. Beim Bearbeiten der Identität lässt Konversation neben den üblichen Einstellungen wie dem Passwort für den Service auch das Festlegen von eigenen Nicknames für den Abwesenheitsstatus zu.
| Skype installieren |
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Ich möchte auf die unfreie Software »Skype« nur in diesem Tipp eingehen, da ich den Fokus des Buchs auf freie Anwendungen richte. Mit Skype können Sie nicht nur chatten und Dateien übertragen, sondern auch Videotelefonate führen, wobei die Übertragung sämtlicher Daten verschlüsselt erfolgt. Sie können gegen Entgelt sogar mit dem Festnetz telefonieren. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass eventuell eingezahltes Guthaben nach sechs Monaten verfällt. |
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Skype befindet sich nicht in den Paketquellen, lässt sich aber über die Homepage des Herstellers http://www.skype.com/download/skype/linux/choose/ als Ubuntu-Paket herunterladen (das Ubuntu-Paket läuft ohne Probleme auch unter Ubuntu 8.10 und 9.04). Die Installation geschieht durch einen einfachen Doppelklick, und das Programm legt einen eigenen Eintrag unter Anwendungen • Internet • Skype an. |
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Wenn Sie eine 64-Bit-Installation von Ubuntu auf Ihrem Rechner haben, sollten Sie das Paket unter der Adresse http://www.skype.com/go/getskype-linux-ubuntu-amd64 verwenden. Auch wenn dieses kein reines 64-Bit-Paket ist, sind in ihm alle Abhängigkeiten korrekt aufgelöst. Wenn Sie das Medibuntu-Archiv in Ihr System eingebunden haben, erhalten Sie Skype auch über diese Quelle. |
9.4.4 Kopete – die KDE-IM-Lösung 

Das Rundum-sorglos-Paket zum Instant-Messenging unter KDE heißt Kopete und befindet sich im Internet-Menü. Nach dem Start des Programms können Sie mithilfe eines Zugangsassistenten den Zugang zu Ihrem IM-Provider einrichten. Die Einstellungen sind identisch mit den im Pidgin-Abschnitt beschriebenen.
Danach können Sie wie gewohnt mit Kopete chatten. Wenn Sie sich nicht automatisch beim Programmstart verbinden lassen, so können Sie sich mit einem Rechtsklick auf die Symbol(e) rechts unten im Kontaktlistenfenster auch als unsichtbar verbinden lassen – andere Nutzer sehen Sie dann als offline, allerdings können Sie auch keine Nachrichten empfangen.
Leider gibt es zurzeit (Stand Mai 2009) Probleme, wenn Sie ein Jabber-Konto von web.de besitzen – Kopete kann damit keine Verbindung herstellen.
Aber auch hier zeigen sich wieder die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten der KDE-Programme: Als der einzige mir bekannte Instant Messenger für Linux bietet Kopete Ihnen die Möglichkeit, mit einem Rechtsklick auf den entsprechenden Eintrag in Ihrer Kontaktliste für jeden Kontakt einzeln festzulegen, unter welchem Status er Sie sehen darf (vgl. Abbildung).
Abbildung 9.18 Instant Messenging unter KDE: Kopete
Außerdem bietet Kopete die Nutzern von ICQ-Windows-Clients vertraute Möglichkeit, sogenannte visible/invisible-Listen anzulegen. Sie finden diese Einstellungen in den Zugangsoptionen.
| Gajim – auf Jabber spezialisiert |
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Ein weiterer Messenger ist Gajim, der allerdings nur das Jabber-Protokoll unterstützt. Sie können Gajim entweder aus den Ubuntu-Paketquellen installieren oder die neueste Version als sogenanntes »Autopackage« von der Projekt-Homepage www.gajim.org herunterladen. Gajim bietet nicht nur Benachrichtigungen darüber, ob Ihr Gesprächspartner gerade tippt oder nicht, sondern auch darüber, ob er das Gesprächsfenster beobachtet, etwas anderes tut oder das Chat-Fenster geschlossen hat. |
| Chatten über den Browser |
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Unter manchen Umständen ist es unmöglich, einen Client zum Chatten zu benutzen: entweder weil die Installation nicht möglich ist (beispielsweise in einem Internetcafe oder auf einem Firmenrechner) oder weil der zuständige Administrator die benötigten Ports gesperrt hat. |
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Diesen Widrigkeiten können Sie allerdings ein Schnippchen schlagen, indem Sie einfach über den Internet-Browser chatten. Sie benötigen hierfür keinerlei Plug-ins. Das Zauberwort ist in desem Fall »Meebo« (www.meebo.com) – ein Dienst, der es ermöglicht, mit den meisten Netzwerken über den Browser in Kontakt zu treten. |









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