14.3 Standard-Hardware anpassen 

Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit dem Feintuning der Hardware für den täglichen Betrieb: Tastatur, Maus, Drucker, Festplatte und CD/DVD-Laufwerke können mit einigen Kniffen optimiert werden.
14.3.1 Eingabegeräte 

Zur Konfiguration von Maus und Tastatur bietet Ubuntu die üblichen Werkzeuge im GNOME-Menü unter System • Einstellungen • Tastatur bzw. System • Einstellungen • Maus. Kubuntu stellt diese Werkzeuge unter K-Menü • Systemeinstellungen • Tastatur und K-Menü • Systemeinstellungen • Regionaleinstellungen & Zugangshilfen bzw. K-Menü • Systemeinstellungen • Maus zur Verfügung.
Die Ubuntu-Version 8.04 hat in der deutschen Lokalisierung einen ärgerlichen Fehler, der dazu führen kann, dass Ihr System nach jedem Neustart sein Tastaturlayout vergisst und nur noch Hieroglyphen anzeigt. Deutsche Anwender, die diesen Fehler vermeiden und alle Umlaute und Sonderzeichen nutzen möchten, wählen beim Tastaturlayout die Option Dead Grave Acute.
Abbildung 14.18 Unter GNOME haben Sie zahlreiche Möglichkeiten, das Verhalten Ihrer Maus zu beeinflussen. Sie können hier auch das Verhalten Für Linkshänder definieren.
Mäuse
Bei komplexen Mäusen haben Sie die Möglichkeit, diese in der Datei xorg.conf in der Sektion Input Device zu definieren.
Ein Beispiel:
Section "InputDevice" Identifier "Configured Mouse" Driver "mouse" Option "CorePointer" Option "Device" "/dev/input/mice" Option "Protocol" "ImPS/2" Option "Emulate3Buttons" "true" Option "ZAxisMapping" "4 5" EndSection
Bei der Maus aus dem genannten Beispiel handelt es sich um eine zusätzlich angeschlossene USB-Maus an einem Laptop (ImPS/2). Das Scrollrad der Maus wurde aktiviert (ZAxisMapping 4 5). Das Drücken beider Maustasten interpretiert das System als eine virtuelle mittlere Maustaste.
Abbildung 14.19 Einstellen des Doppelklicks unter KDE
Apropos Laptop: Auch die weit verbreiteten Synaptic-Touchpads werden mittlerweile ohne Probleme unterstützt, Ubuntu konfiguriert sogar das Softscrolling via Touchpad-Rand.
Multimedia-Tastaturen nutzen
Für diesen Anwendungsfall gibt es das Programm lineak, das für eine Vielzahl der handelsüblichen Tastaturen eingesetzt werden kann. Dazu müssen Sie folgende Pakete aus der UniverseSektion installieren: lineak-defaultplugin, lineak-kdeplugins, lineak-xosdplugin, lineakd. Nach der Installation der Pakete muss lineak noch konfiguriert werden.
Geben Sie zunächst folgenden Befehl in einem Terminal ein:
lineakd -l
Tastatur konfigurieren
Darauf erscheint eine Übersicht, in der sämtliche unterstützten Tastaturen aufgelistet sind. Wählen Sie aus der Liste Ihre spezielle Tastatur aus.
Die Tastatur wird anschließend mit folgendem Befehl konfiguriert:
lineakd -c <Tastaturtyp>
*** Creating fresh configuration in
/home/hatt/.lineak/lineakd.conf
for keyboard type: <Tastaturtyp>Damit wird eine Konfigurationsdatei namens lineakd.conf in Ihrem Heimatverzeichnis im versteckten Verzeichnis .lineak erstellt.
Öffnen Sie mit einem Editor die soeben erstellte Datei lineakd.conf. In dieser lassen sich nun den Sondertasten selbst definierte Befehle zuordnen. Hier sehen Sie ein Beispiel für einen selbst definierten Eintrag:
Mail = firefox http://www.gmx.de
Damit wird bei Betätigen des E-Mail-Knopfes der Tastatur automatisch eine Firefox-Instanz für die GMX-Startseite geöffnet. Möchten Sie hingegen Evolution starten, so lautet der Befehl:
Mail = evolution
Um einen Multimedia-Player wie xmms mit den Medientasten ansprechen zu können, erstellen Sie folgende Einträge:
[XMMS] PLAY = xmms --play STOP = xmms --stop PAUSE = xmms --pause PLAYPAUSE = xmms --play-pause NEXT = xmms --fwd PREVIOUS = xmms --rew
Um nun die Multimediatastatur nutzen zu können, muss der lineak-Daemon im Hintergrund laufen. Das erreichen Sie mit folgendem Befehl:
lineakd &
Natürlich können Sie das Programm auch beim Start der grafischen Oberfläche automatisch laden. Damit sollten Sie die verschiedenen Tasten einer komplexen Tastatur mit Leben füllen können.
14.3.2 Drucker 

Auch in Zeiten des papierlosen Büros ist er noch längst nicht ausgestorben: der gute alte Drucker. Spätestens dann, wenn es z. B. darum geht, Handouts auf Vorträgen zu verteilen, braucht man doch etwas »Handfestes«.
Es gibt einige Drucker, die trotz heftigster Bemühungen seitens des Anwenders unter Linux nicht zur Mitarbeit zu bewegen sind. Das sind meist die sogenannten GDI-Drucker, für die ausschließlich Windows-Treiber vorliegen. Sollten Sie planen, sich einen neuen Drucker zuzulegen, dann sehen Sie zunächst auf der Internetseite www.linuxprinting.org in der Datenbank nach, welche Erfahrungen es mit dem Modell gibt, für das Sie sich interessieren.
| Professioneller Druckertreiber |
|
Eine weitere Anlaufstelle ist www.turboprint.org: Der dort angebotene kostenpflichtige Treiber genügt auch hohen Ansprüchen und unterstützt die Mehrzahl der auf dem Markt befindlichen Drucker. |
Sowohl GNOME als auch KDE nutzen seit geraumer Zeit das CUPS-Drucksystem unter Linux. Der Begriff CUPS steht für Common UNIX Printing System. Dabei handelt es sich um eine unglaublich vielseitige Schnittstelle zur Einbindung von Druckern, die sogar die Bereitstellung von lokalen Druckern in einem Netzwerk ermöglicht.
Schließen Sie Ihren Drucker über eine entsprechende Schnittstelle (bevorzugt USB) an Ihren PC an, und schalten Sie den Drucker ein. Im optimalen Fall werden Sie nun oben rechts eine Benachrichtigung vorfinden, dass Ihr Drucker automatisch erkannt und eingerichtet wurde.
Vorbildlich: Hewlett-Packard
Auch wenn ich ungern Empfehlungen für eine bestimmte Hardware gebe, möchte ich die Drucker von Hewlett-Packard (HP) positiv hervorheben. Die meisten Drucker, egal ob Tintenstrahl oder Laser, werden problemlos erkannt und sind sofort benutzbar. Wenn für Ihr Modell kein Treiber in Ubuntu enthalten ist, bietet das System an, einen solchen herunterzuladen (siehe Abbildung).
Abbildung 14.20 Automatischer Download benötigter Druckertreiber
Besonders gut gelöst ist allerdings die hervorragende Unterstützung bei eventuell auftretenden Problemen. Hewlett-Packard ist einer der wenigen Hersteller, die Linux aktiv unterstützen. Zu diesem Zweck wurde von HP die Software HP Linux Imaging and Printing (HPLIP) entwickelt. Wie der Name beschreibt, dient diese Software zur Ansteuerung von HP-Druckern und auch von Multifunktionsgeräten. Des Weiteren werden Ihnen der Verbrauchsstatus und andere nützliche Informationen über Ihren Drucker angezeigt.
Sie installieren diese Software über den Befehl
sudo apt-get install hplip-gui
und starten sie über System • Einstellungen • HPLIP-Toolbox. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die grafische Oberfläche dieses Werkzeugs auf QT basiert.
Ein Teil dieser Software ist auch eine speziell auf HP-Drucker ausgerichtete Setup-Routine, die bei Einrichtungsproblemen sehr hilfreich sein kann. Zu diesem Zweck kann HPLIP eventuell erforderliche Treiber oder Firmware automatisch von HP herunterladen und installieren. Falls bei Ihnen Probleme mit einem HP-Drucker auftreten, starten Sie diese Routine über:
sudo hp-setup
Eventuell müssen Sie vorher Ihren alten Drucker über System • Systemverwaltung • Drucken entfernen. Markieren Sie dazu den vorhandenen Drucker, und klicken Sie auf Löschen.
Abbildung 14.21 Mit HPLIP haben Sie die volle Kontrolle über Ihren HP-Drucker -- sogar der Tonerstand eines Laserdruckers wird problemlos angezeigt.
Das manuelle Einrichten eines handelsüblichen Druckers wird im Folgenden für beide Oberflächen beschrieben.
Druckerkonfiguration unter GNOME
Starten Sie das Druckerkonfigurationswerkzeug über den Menüpunkt System • Systemverwaltung • Drucker. Es erscheint ein Fenster mit einem Icon Neuer Drucker. Führen Sie einen Doppelklick über dem Icon durch.
Abbildung 14.22 Druckerkonfiguration unter GNOME
Die Druckerkonfiguration ist in zwei Schritten erledigt: Zunächst sollte der angeschlossene Drucker vom Programm erkannt werden (Abbildung). Sie haben an dieser Stelle aber auch die Möglichkeit, einen Netzwerkdrucker auszuwählen, der z. B. via CUPS von einem anderen Linux-Rechner oder über eine Windows-Druckerfreigabe exportiert wurde.
Modell auswählen
Im nächsten Schritt wählen Sie das spezielle Modell aus einer entsprechenden Liste aus. Sollte Ihr spezieller Drucker nicht aufgeführt sein, so wählen Sie dasjenige Modell mit dem ähnlichsten Namen. Zusätzlich haben Sie hier auch die Möglichkeit, externe Treiber des Herstellers, sofern vorhanden, zu installieren. Über Anwenden wird die Auswahl bestätigt, und ein neues Icon erscheint im Druckerfenster. Per Rechtsklick über dem Icon haben Sie die Möglichkeit, mithilfe des Menüs Eigenschaften eine Testseite auszudrucken. Wenn das funktioniert hat, ist die Druckerkonfiguration abgeschlossen.
Druckerkonfiguration unter KDE
KDE bietet KPrint eine vielseitige Umgebung zur Druckereinbindung und -konfiguration an. Wir wollen uns diese im Folgenden etwas näher ansehen.
| 1. | Starten Sie das |
| 2. | KDE-Druckerkonfigurationswerkzeug KPrint über das K-Menü • Systemeinstellungen • Hardware • Drucker. |
| 3. | Wählen Sie das Menü Hinzufügen • Drucker/Klasse hinzufügen. Die folgenden Dialoge sind im Wesentlichen selbsterklärend. Im Einzelnen müssen die folgenden Punkte abgearbeitet werden:
|
| 4. | Drucken Sie eine Testseite aus. Dadurch bringen Sie in Erfahrung, ob der ausgewählte Treiber mit Ihrem Modell harmoniert. Sollte der Drucker Unsinn von sich geben, so genügt es leider nicht, ihn auszuschalten. Linux speichert den Auftrag in einer sogenannten Spool-Query. Mit den Befehlen lpq (Drucker-Query anzeigen) und lprm (spezifizierten Druckjob löschen) schaffen Sie wieder Ordnung im Drucksystem. |
| 5. | Und schließlich: Testen Sie den Ausdruck aus einer beliebigen KDE-Anwendung. Der konfigurierte Drucker sollte nun im Druckermenü der Anwendung erscheinen. |
Abbildung 14.23 KPrint – ein komfortables Frontend
| Drucker über den Browser administrieren |
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Hat alles mit der Druckerkonfiguration geklappt, so können Sie das CUPS-Gerät künftig auch über ein Web-Interface administrieren. Dazu geben Sie einfach die Adresse localhost:631 in die Adresszeile eines beliebigen Browsers ein. |
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Etwas knifflig ist die Einrichtung der Druckeradministration, da sie die Eingabe einer Login/Passwort-Kombination erfordert. Normalerweise kommt man mit dem Standardbenutzer und dessen Passwort nicht in das CUPS-Administrationsmodul. Die Lösung: Nehmen Sie den Benutzer cupsys in die Gruppe shadow auf. Das geht recht bequem über das Werkzeug System • Systemverwaltung • Benutzer und Gruppen. |
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Um die Gruppe shadow angezeigt zu bekommen, ist noch ein Klick auf Alle Benutzer und Gruppen anzeigen nötig. Konsolenfans erreichen dasselbe mit folgendem Befehl: |
| sudo adduser cupsys shadow |
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Um die Änderungen wirksam zu machen, muss CUPS neu gestartet werden: |
| sudo /etc/init.d/cupsys restart |
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Danach sollten Sie sich mit Ihrer Standardbenutzerkennung in CUPS per Browser einloggen können. Der Ubuntu-spezifische Hinweis im oberen Teil des Browserfensters, die Administration könne nur über das Systemwerkzeug vorgenommen werden, ist somit hinfällig. |
Abbildung 14.24 CUPS lässt sich mit beliebigen Browsern nutzen.
| Ein Drucker besonderer Art: Der PDF-Printer |
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Wenn Sie häufiger Dokumente mit Kollegen über das Internet austauschen, so bietet sich ein Export in das PDF-Format an. Auch wenn der Export ins PDF-Format inzwischen aus fast allen Anwendungen heraus möglich ist, gibt es immer noch einige Programme, die sich diesem Export verweigern. In den Paketquellen finden Sie daher das Tool cups-pdf, das über die CUPS-Schnittstelle einen direkten Export eines Dokuments in PDF ermöglicht. |
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Nach der Installation des Treibers erscheint beim Aufruf der GNOME- bzw. KDE-Druckerkonfiguration ein neuer Drucker namens »PDF«. Die Einrichtung erfolgt wie in den vorangegangenen Abschnitten beschrieben: Als Drucker wird einfach ein Graustufenlaserdrucker aus der Druckerliste ausgewählt. Dieser Drucker steht nun als virtueller PDF-Drucker in jeder Anwendung zur Verfügung. Die Ausdrucke des PDF-Druckers landen im Verzeichnis /var/spool/cups-pdf. |
14.3.3 Scanner 

Mittlerweile darf auch ein Scanner in keinem modernen Büro fehlen. Die Einsatzzwecke reichen vom schnellen Einscannen einer Bildvorlage bis zur automatischen Texterfassung.
Die meisten handelsüblichen Scanner werden heute über den USB-Bus an den Computer angeschlossen. Früher musste man zur Verwendung eines Scanners zumeist noch eine Extrakarte in den PC einbauen, um dem System eine SCSI-Schnittstelle zur Verfügung zu stellen, die die meisten damaligen Scanner benötigten.
Schalten Sie zunächst den Scanner ein, und testen Sie, ob dieser vom System erkannt wurde. Dazu geben Sie den folgenden Befehl in einer Konsole ein:
sudo tail -f /var/log/messages libusbscanner: loaded successful
In unserem Beispiel wurde ein Mustek USB-Scanner an eine entsprechende Schnittstelle angeschlossen. Genauere Informationen über das verwendete Modell liefert folgender Befehl:
lsusb Bus 002 Device 002: ID 055f:0001 Mustek Systems, Inc. Scanexpress 1200 CU
Die Linux-Lösung zum Scannen nennt sich SANE (Scanner Access Now Easy) und ist heute zumeist hinter komfortablen Frontends versteckt. Um zu testen, ob der Scanner auch von SANE identifiziert wurde, geben Sie den folgenden Befehl ein:
sudo sane-find-scanner -p found USB scanner (vendor=0x055f, product=0x0001, chip=MA-1017) at libusb:002:00
Mehr zum Thema Scan-Software finden Sie in Abschnitt).
14.3.4 CD-/DVD-Laufwerke 

DMA aktivieren
Für CD-/DVD-Brenner bzw. für die Wiedergabe von Video-DVDs ist es wichtig, dass der DMA (Direct Memory Accesss) bei den entsprechenden Laufwerken aktiviert ist. Bei älteren Ubuntu-Versionen erfolgte dies nicht automatisch. Die Maintainer wollten ganz einfach sichergehen, dass das System auf jeglicher Hardware läuft. Bei aktuellen Ubuntu-Versionen sollte DMA kein Problem mehr darstellen.
Fakt ist, dass sowohl das Brennen als auch das Wiedergeben von DVDs ohne aktivierten DMA große Probleme bereiten kann, da in diesem Fall der Prozessor sämtliche Steueraufgaben für das Laufwerk übernehmen muss.
Sehen Sie sich nun einmal die Situation auf Ihrem System an. Zunächst sollten Sie herausfinden, unter welcher Device-Bezeichnung Ihr optisches Laufwerk eingebunden ist:
dmesg | grep CD hda: PLEXTOR DVD-ROM PX-130A, ATAPI CD/DVD-ROM drive hdb: _NEC DVD_RW ND-3520A, ATAPI CD/DVD-ROM drive
hdparm
Im vorliegenden Fall befindet sich ein DVD-Laufwerk unter /dev/hda sowie ein DVD-Brenner unter /dev/hdb. Nun testen Sie mit dem Befehl hdparm (ausgeführt als Administrator), ob sich der DMA bei beiden Laufwerken aktivieren lässt:
sudo hdparm -d1 /dev/hda /dev/hda: setting using_dma to 1 (on) using_dma = 1 (on)
Funktioniert das, dann können die Einstellungen bereits während des Systemstarts vorgenommen werden. Zu diesem Zweck editieren Sie die Datei /etc/hdparm.conf folgendermaßen (in diesem Fall wurde bei den oben identifizierten Laufwerken der DMA aktiviert):
# Auszug aus /etc/hdparm.conf
/dev/hda {
dma = on
}
/dev/hdb {
dma = on
}Sollte das System beim Start unerwartet hängenbleiben, so kann das daran liegen, dass das hdparm-Skript während des Bootens zu früh aktiviert wird.
Der Zeitpunkt der Aktivierung kann folgendermaßen hinausgeschoben werden:
sudo mv /etc/rcS.d/S07hdparm /etc/rcS.d/S21hdparm
Bei manchen Systemen genügt auch diese Verzögerung nicht: Von Zeit zu Zeit hängt sich bei Aktivierung des DMA das System beim Booten auf. Die Lösung: Aktivieren Sie den DMA über ein Skript im Ordner /etc/autostart. Dazu müssen Sie dann allerdings die Änderungen in /etc/hdparm.conf wieder rückgängig machen. Die Datei zur Aktivierung des DMA selbst sieht folgendermaßen aus:
# Datei /etc/autostart/hdparmstart hdparm -d1 /dev/hda hdparm -d1 /dev/hdb
Nach diesem Vorbild können im Übrigen beliebige Startdateien angelegt werden.
14.3.5 Externe Festplatte 

Wenn Sie noch eine alte Festplatte irgendwo herumliegen haben, dann können Sie relativ leicht sofort loslegen und Ihre ersten Experimente auf diesem Gebiet durchführen. Klemmen Sie das Gerät einfach an Ihren Festplattenbus, und installieren Sie das universelle Werkzeug gparted durch die Eingabe desselben Befehls aus einer Konsole heraus:
apt-get install gparted
Starten Sie gparted durch Eingabe des gleichnamigen Befehls aus einer Konsole heraus:
sudo gparted
oder über System • Systemverwaltung • Partition Editor. Hierbei können Sie einen ersten Überblick über die angeschlossene Festplattenlandschaft gewinnen. Sie können sich in gparted die jeweilige Festplatte mit Partitionen anzeigen lassen, wenn Sie oben rechts Ihre Festplatte auswählen (siehe Abbildung).
Sollte Ihre eingebaute zweite Festplatte randvoll sein, so können Sie die darauf angelegten Partitionen durch Anklicken zunächst markieren und durch Auswahl des Mülleimersymbols oder durch Partition • Löschen löschen. In dieser Weise verfahren Sie, bis Sie genügend freien Speicherbereich erzeugt haben.
Partitionen erstellen
In dem freien Bereich, den Sie gerade erzeugt haben, können Sie nun leicht eine neue Partition erstellen, die allein Sicherungszwecken dienen soll. Dazu wählen Sie den freien Bereich aus und klicken auf das Symbol zum Erstellen einer neuen Partition (Partition • Erstellen). In dem erscheinenden Untermenü geben Sie die Größe, den Typ und gegebenenfalls den Namen der zu erstellenden Partition an. Ein Klick auf OK bestätigt schließlich die vorzunehmenden Arbeiten.
Abbildung 14.25 Überblick über die vorhandenen Festplattenpartitionen mit gparted












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