22.6 VirtualBox 

Die Firma SUN ist eine der ältesten noch aktiven Computerhersteller und neben IBM der zweite Global Player mit einer sehr langen und erfolgreichen Geschichte. SUN bietet mit VirtualBox eine eigene sehr leistungsstarke Virtualisierungslösung für die x86-Plattform an.
Zwei unterschiedliche Ausgaben in unterschiedlichen Lizenzen sind verfügbar:
| 1. | Das Produkt SUN xVM VirtualBox steht mit allen Funktionen unter proprietärer Lizenz, darf aber für persönliche Zwecke sowie zur Verwendung in Bildungseinrichtungen kostenfrei genutzt werden. |
| 2. | Daneben existiert die VirtualBox Open Source Edition (OSE) (www.virtualbox.org), der diverse Funktionen fehlen und die unter der GNU General Public License steht. |
22.6.1 Installation 

SUN bietet für die einfache Installation der Open-Source-Version ein externes Repository für Debian und Ubuntu an. Um dieses einzubinden, öffnen Sie die Verwaltung der Software-Paketquellen unter System • Systemverwaltung • Software-Paketquellen. Innerhalb des Reiters Software von Drittanbietern können Sie durch den Button Hinzufügen neue Repositorys definieren.
Abhängig von der von Ihnen verwendeten Ubuntu-Version müssen Sie hier die entsprechende Zeile hinzufügen:
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Ubuntu 9.04 |
deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian jaunty non-free |
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Ubuntu 8.10 |
deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian intrepid non-free |
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Ubuntu 8.04 |
deb http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian hardy non-free |
Alternativ können Sie die zugehörige Konfigurationsdatei unter /etc/apt/sources.list auch manuell editieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Version von Ubuntu auf Ihrem Rechner installiert ist, öffnen Sie ein Terminal und geben Folgendes ein:
lsb_release -a
Die Pakete in dem neuen Repository sind von SUN signiert, damit Sie sicher sein können, dass Sie aus dieser Paketquelle ausschließlich die orginalen und getesteten Pakete erhalten. Um diese signierten Pakete ohne Warnmeldung installieren zu können, müssen Sie einmalig den zugehörigen Schlüssel von SUN auf Ihrem System installieren. Dies geschieht durch den folgenden Befehl:
wget -q http://download.virtualbox.org/virtualbox/debian/sun_vbox.asc \ -O- | sudo apt-key add -
Die Installation geschieht durch die Eingabe folgender Zeile oder indem Sie nach dem Begriff VirtualBox in Synaptic suchen (die Versionsnummer kann variieren):
sudo aptitude install virtualbox-2.2
Bei der Installation wird eine Gruppe vboxusers angelegt, in der die Nutzer von VirtualBox Mitglied sein müssen. Sie bestätigen diese Abfrage, indem Sie die Leertaste drücken.
Abbildung 22.8 Die zentrale Verwaltung virtueller Maschinen
Sie starten das Programm über das Menü Anwendungen • Systemwerkzeuge • Sun xVM VirtualBox. Beim erstmaligen Starten müssen Sie der Lizenz zustimmen. Hierbei müssen Sie den gesamten Text hinunterscrollen, damit das Auswahlfeld aktiviert ist. Des Weiteren erwartet SUN, dass Sie sich registrieren, bevor Sie die Software nutzen können. Hierbei reichen allerdings Ihr Name und eine E-Mail-Adresse. Durch das Setzen eines Häkchens verhindern Sie, dass SUN die Adresse nutzt, um mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.
Nach dem Start des Programms öffnet sich der Hauptbildschirm. Der linke Teil dieses Fensters zeigt eine Liste aller virtuellen Maschinen auf Ihrem Computer. Diese Liste ist zu Beginn leer, da Sie noch keine virtuelle Maschine erstellt haben. Um eine virtuelle Maschine anzulegen, klicken Sie auf Neu in der Symbolleiste am oberen Rand des Fensters.
Abbildung 22.9 Das Aufsetzen neuer virtueller Maschinen geschieht schnell und einfach.
22.6.2 USB-Einrichtung 

Unter Ubuntu 8.10 (Intrepid Ibex) hat sich ein Fehler eingeschlichen, der verhindert, dass die virtuellen Maschinen eine USB-Verbindung aufbauen können. Zum Glück lässt sich der Fehler sehr einfach beheben. In der Datei fstab muss eine Zeile hinzugefügt werden.
Öffnen Sie hierzu diese Datei:
sudo gedit /etc/fstab
Fügen Sie dann am Ende der Datei diese Zeile ein:
#VirtualBox USB-Problem none /proc/bus/usb usbfs devgid=125,devmode=664 0 0
wobei der Wert 125 die ID der Gruppe vboxusers ausgibt. Den Wert der ID ermitteln Sie, indem Sie System • Systemverwaltung • Benutzer und Gruppen aufrufen und entsperren. In der Gruppenansicht finden Sie die Gruppe vboxusers. Unter Eigenschaften ist die ID zu finden. Zum Abschluss müssen Sie das System neu starten.
| Konvertieren von Virtualbox-Dateien in KVM |
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Der Prozess, um Virtualsbox-Dateien in KVM zu konvertieren, ist relativ einfach: Die virtuelle Festplatte (VirtualBox benutzt vdi) wird einfach in ein Format konvertiert, das mit KVM kompatibel ist (qcow). Sie können dann das qcow-Image mit KVM benutzen, entweder von der Kommandozeile aus oder mit dem Virt-Manager. |
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Obwohl dieser Prozess recht einfach ist, benötigt er genügend Festplattenspeicher, weil das .vdi-Format zuerst in ein Raw-Disk-Abbild konvertiert wird. Sowohl das .vdi als auch das qcow-Image werden komprimiert, sodass Ihre Festplatte nur mit 10 GB .vdi oder .qcow belastet wird. Die Konvertierung setzt aber voraus, dass Sie die .vdi-Datei erst in ein Raw Image umwandeln, das wiederum die vollen 10 GB beansprucht. Planen Sie also entsprechend viel Platz ein. |
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Das VirtualBox-Image ubuntu.vdi, wird vom vdi-Image der VirtualBox-Disk in ein Raw-Image-Format umgewandelt: |
| vditool COPYDD ubuntu.vdi ubuntu.img |
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Das ubuntu.img ist ein Raw-Disk-Image und wird entsprechend groß sein (etwa so groß wie Ihre virtuelle Festplatte). Wandeln Sie das Raw Image in ein qcow-Format um: |
| qemu-img convert -f raw ubuntu.img -O qcow2 ubuntu.qcow |
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Das ist alles. Die Datei ubuntu.qcow kann nun mit KVM genutzt werden. Testen Sie Ihr neues Image (ubuntu.qcow) mittels: |
| kvm -m 512 -usbdevice tablet -hda ubuntu.qcow |
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Wenn es funktioniert, können Sie das Raw Image (ubuntu.imp) löschen und die Datei ubuntu.vdi archivieren oder löschen. |






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