22.7 VMware Player 

Eine interessante Möglichkeit für Windows-Nutzer, einmal »gefahrlos« in Ubuntu hineinzuschnuppern, bietet der VMware Player. Damit können Sie Ubuntu direkt unter Windows betreiben, ohne Ihr System neu starten geschweige denn den Verlust Ihres Systems durch Fehlpartitionierung riskieren zu müssen.
22.7.1 Installation unter Windows 

Beginnen wir mit der Installation des Windows-Players. Im Unterverzeichnis VMware Player finden Sie eine ausführbare Installationsdatei mit der Endung *.exe. Ein einfacher Klick bzw. Doppelklick auf diese Datei startet die selbsterklärende Installationsroutine für den Player. Während der Installation werden Sie gefragt, ob der Autorun-Mechanismus Ihres DVDLaufwerks deaktiviert werden soll. Verneinen Sie diese Frage, so kann es zu ungewünschten Interferenzen des Wirts- und des Gast-Betriebssystems beim Einlegen einer DVD kommen. Sie finden nach der Installation einen Eintrag für den VMware Player im Startmenü.
22.7.2 Installation unter Linux 

Anwender einer anderen Linux-Distribution haben ebenfalls die Möglichkeit, einmal unverbindlich ohne Neuinstallation in Ubuntu hineinzuschnuppern. Wenn Sie eine Distribution verwenden, die das RPM-Paketsystem verwendet (z. B. SUSE oder Red Hat), so wechseln Sie in das Verzeichnis virtual auf der DVD und installieren den Player folgendermaßen:
sudo rpm -ivh *.rpm
Anwender anderer Distributionen können die *.tar.gz-Datei verwenden, die zuvor auf die Festplatte kopiert werden muss:
mkdir /tmp/vmplayer cp *.tar.gz /tmp/vmplayer cd /tmp/vmplayer tar xfz *.tar.gz cd vmware-player-distrib sudo ./vmware-install.pl
Sie können nun den VMware Player aus einer Konsole durch vmplayer heraus starten. Meist finden Sie auch im Menü einen Eintrag, bei Ubuntu unter Anwendungen • Systemwerkzeuge • VMware Player.
22.7.3 Nutzung der virtuellen Maschine 

Die Begleit-DVD enthält eine kompakte Ubuntu-VM, die hervorragend als abgeschottete Surfumgebung genutzt werden kann. Sie finden die Datei ebenfalls im Verzeichnis virtual. Kopieren Sie die etwa 350 MB große Datei auf Ihre Festplatte. %und entpacken Sie diese (rechter Mausklick über der Datei, »Entpacken«).
Achtung: Sie benötigen mindestens 1,3 GB freien Festplattenspeicher für das Abbild.
Starten Sie nun den VMware Player, navigieren Sie zu dem entpackten Abbild der VM, und wählen Sie die Datei ubuntuvm.vmx aus. Daraufhin sollte Ubuntu im Player starten. Nach dem Hochfahren des virtuellen Systems können Sie so mit Ubuntu arbeiten, wie in diesem Buch beschrieben wird. Der Internetzugang wird automatisch via NAT konfiguriert, sodass Sie in der Regel sofort lossurfen können.
Einige technische Daten zur VM:
- Hauptspeicher Er hat zunächst 256 MB, kann aber über Player • Troubleshoot • Change Memory Allocation variiert werden.
- Virtuelle Festplatte Maximalkapazität: 10 GB
- CD-ROM: Das ist ein Auto-Detect-Modus, der bei Linux-Wirtssystemen gegebenenfalls innerhalb der Konfigurationsdatei ubuntuvm.vmx anzupassen ist.
- Auflösung Es wurde eine Auflösung von 1024 x 768 Pixeln für das Display voreingestellt.
Sie können die virtuelle Maschine jederzeit mithilfe des Buttons Schließen im Fenster des VMware Players herunterfahren.
Abbildung 22.10 Ubuntu goes Redmond: VM unter Windows
22.7.4 Tipps für Windows-Anwender 

Im Folgenden sind noch zwei Tipps für Windows-Anwender aufgeführt:
- Datenaustausch Um Daten zwischen Gast- und Wirtssystem auszutauschen, richten Sie unter Windows eine normale Ordner-Freigabe ein. Diese suchen Sie dann im Ubuntu-Gastsystem über das Menü Orte • Netzwerkserver. Nun können Sie problemlos Daten zwischen den Systemen hin- und herschieben.
- Drucken: Geben Sie Ihren Windows-Drucker zunächst als Netzwerkdrucker frei. Installieren Sie anschließend in der VM die Pakete gno me-cups-manager und libgtk1.2. Besorgen Sie sich nun die Turboprint-Treiber von www.turboprint.org, und installieren Sie diese. Im Setup wählen Sie Ihren speziellen Drucker als Netzwerkdrucker aus. Anschließend können Sie auf den Windows-Drucker von der VM aus zugreifen.





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