22.8 VMware Workstation 

Neben den kostenlosen Virtualisierungsoptionen von VMware, dem Player und dem Server, gibt es auch kostenpflichtige Angebote, die zahlreiche Sonderfunktionen bieten. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Homepage des Herstellers www.vmware.de.
Die neueste Version 6 der VMware Workstation bietet zahlreiche Neuerungen, lässt sich aber nicht mehr so einfach installieren wie die Vorgängerversion.
22.8.1 Voraussetzungen 

Sie installieren das Programm über das Skript vmware-install.pl, das Sie mit Sudo-Rechten ausführen müssen. Bevor Sie dies aber tun, müssen Sie einige Vorbereitungen treffen. Die Workstation braucht genauso wie der VMware-Server die kernel-headers und einige Werkzeuge zum Kompilieren. Die Werkzeuge laden und installieren Sie mit dem Befehl
sudo apt-get install build-essential
oder natürlich auch über Synaptic, wenn Sie die grafische Oberfläche bevorzugen. Hier suchen Sie einfach nach dem gleichnamigen Paket.
Die kernel-headers brauchen Sie, weil VMware einige Kernel-Module bauen muss, die dann in den Kernel intergiert werden. Dies bedeutet natürlich, dass Sie die passenden kernel-headers zu Ihrem installierten Kernel brauchen. Sie erfahren durch den Befehl
uname -a
die Bezeichnung des aktuell installierten Kernels.
Hierbei sollte so etwas wie
Linux hardy 2.6.24-generic #1 SMP Thu Jun 1 15:59:45 GMT 2008 i686 GNU/Linux
in Ihrem Terminal erscheinen. An dritter Stelle erscheint die Bezeichnung des Kernels – 2.6.22-8-generic. Nun laden Sie bitte das zugehörige Paket linux-headers-2.6.22-8-generic herunter. Hierbei ersetzen Sie den letzten Term durch die Ausgabe auf Ihrem PC:
sudo apt-get install linux-headers-2.6.22-8-generic
Jetzt fehlt noch eine Kleinigkeit, bevor Sie mit der Installation loslegen können: Die VMware Workstation erwartet eine leicht andere Verzeichnisstruktur als Ubuntu sie vorgibt. Statt des von Ubuntu vorgegebenen Verzeichnisses /usr/src/linux-headers-2.6.22-8 (in diesem Fall) muss das Verzeichnis schlicht /usr/src/linux heißen. Dieser kleine Makel ist allerdings schnell behoben, da Sie nur ein Verzeichnis umzubenennen brauchen. Dies erledigen Sie durch folgenden Befehl:
sudo mv /usr/src/linux-headers-2.6.22-8-generic /usr/src/linux
22.8.2 Installation 

Nun steht einer Installation durch den Aufruf des Skripts nichts mehr im Wege. Wenn Sie sich im gleichen Verzeichnis befinden, rufen Sie das Skript durch die Eingabe von
sudo ./vmware-install.pl
auf. Die folgenden Abfragen können Sie meist sämtlich bestätigen, indem Sie Gebrauch von der
-Taste machen. Sie finden die VMware Workstation nach erfolgter Installation im Menü unter Anwendungen • Systemwerkzeuge • VMware Workstation. Eine Version des VMware Players wird hierbei gleich mitinstalliert.
Die Installation der VMware Tools (z. B. zur Verbesserung der grafischen Leistungsfähigkeit) erfolgt analog zum VMware-Server. Sehen Sie hierzu bitte in Abschnitt ab Seite nach.




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