C Glossar
Account
Benutzerkonto auf einem UNIX-System. Ein Account besteht aus den beiden Angaben »Benutzername« und »Benutzer-ID« (im Englischen »login« und »UID«).
ACPI
Advanced Configuration and Power Interface (Powermanagement). Die ACPI-Schnittstelle ist u. a. für die korrekte Verwaltung Ihres Akkus im Notebook oder für die Standby-Eigenschaften Ihres PCs zuständig.
AIGLX
Accelerated Indirect GLX. Ein freies Softwareprojekt der X.Org-Foundation und Bestandteil des X.Org-Servers. Es wurde vom FedoraCore-Projekt mit dem Ziel entwickelt, Hardwarebeschleunigung für den Linux-Desktop nutzbar zu machen. Das Projekt soll damit ähnlich dem XGL-Projekt grafische Effekte wie echte Transparenz, stufenlosen Zoom und 3D-Effekte ermöglichen. Für diese Effekte sind außerdem geeignete Hardware und ein Composite-Manager erforderlich.
Alpha Blending
Eine Technik in der Bild- oder Videobearbeitung, bei der verschiedene Bilder zu einem Gesamtbild überlagert werden, wobei neben der Farbinformation auch der Alphakanal berücksichtigt wird. Der Alphawert eines Bildpunkts (Pixel) ist dabei ein Maß für die Transparenz bzw. Opazität. Ein Alpha-Wert von 0 steht dabei für völlige Transparenz: Der Pixel wird unsichtbar. Ein Alpha von 1 steht für völlige Lichtundurchlässigkeit: Der Pixel überlagert alle Bildpunkte hinter ihm.
ALSA
Advanced Linux Sound Architecture. MitALSA wird die Soundschnittstelle bezeichnet, die die Nachfolge von OSS antritt.
AMD
Advanced Micro Devices. US-amerikanischer Chiphersteller und einer der Hauptkonkurrentender Firma Intel im Markt der x86-kompatiblenProzessoren.
ANSI
American National Standards Institute
Assembler
Eine bedeutende Programmiersprache, in der u. a. auch Linux geschrieben ist.
Apache
Open-Source-Webserver. Der Apache Webserver ist mit einem Anteil von über 60 Prozent der meistgenutzte Webserver. Er ist für Windows, Netware OS/2 und die meisten UNIX-Derivate verfügbar (siehe auch http://www.apache.org).
API
Application Programming Interface
APM
Advanced Power Management. Ein Standard für Energiesparmethoden für Personal Computer, entwickelt von der Intel Corporation und Microsoft in den frühen 1990er-Jahren. Das neuere Advanced Configuration and Power Interface (ACPI), das ebenfalls Energiesparmethoden definiert, hat den APM-Standard aber bereits fast wieder verdrängt.
APT
Advanced Packaging Tool. Ein Paketmanagement-System, das im Bereich des Betriebssystems Debian GNU/Linux entstanden ist. Mittels APT ist es sehr einfach, Programmpakete zu suchen, zu installieren oder auch das ganze System komplett auf den neuesten Stand zu bringen. Dieses Tool nutzt den eigentlichen Paketmanager dpkg (Debian Package Manager).
aptitude
Ein Frontend für das Advanced Packaging Tool (APT), das das Paketsystem dpkg verwaltet. Es erlaubt dem Benutzer interaktiv Pakete zu verwalten. Ursprünglich wurde es für die Debian GNU/Linux-Distribution erstellt, taucht aber auch in RPM-basierten Distributionen auf.
AT&T
American Telephone & Telegraph Corporation. Ein nordamerikanischer Telekommunikationskonzern, der neben Telefon-, Daten- undVideotelekommunikation auch Mobilfunk undInternetdienstleistungen für Unternehmen, Privatkunden und Regierungsorganisationen zur Verfügung stellt.
Bazaar
Versionsverwaltungssystem und Implementierung des GNU-Arch-Protokolls. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite . Ein kurzer Einstieg in den Umgang mit Bazaar liefert Abschnitt auf Seite .
Bell
Bell Telephone Laboratories bzw. Bell Labs war ursprünglich die Entwicklungsabteilung des Bell-Konzerns (gegründet 1876 von Alexander Graham Bell). Unter anderem wurden dort grundlegende Bauteile für Vermittlungsstellentechnik, spezielleIsolierungen für Telefonkabel und der Transistor erfunden. 1925 wurden die Bell Labs ein eigenständiges Unternehmen, Anteilseigner waren zu gleichen Teilen die Unternehmen Western Electric und AT&T.
Beryl
Composition- und Fenstermanager, der den durch OpenGL beschleunigten X-Server Xgl oder die OpenGL-beschleunigte X-Erweiterung AIGLX verwendet. Es ist ein Fork von Compiz, wird aber nicht mehr weiterentwickelt. Beide Projekte fusionierten im April 2007 zu Compiz-Fusion.
BIOS
Basic-Input-Output-System. Basissoftware auf x86-PCs, die der Computer direkt nach dem Einschalten lädt und ausführt. Ein BIOS unterscheidet sich von der funktionsähnlichen Lowlevel-Firmware darin, dass es nicht selbst den Betrieb des Computers steuert, sondern dazu ein Betriebssystem bootet.Bios ist ebenfalls das griechische Wort für »Leben«. In Analogie dazu haucht das BIOS dem Computer Leben ein.
Bit
Maßeinheit für die Datenmenge. In der Informatik ist 1 Bit die kleinste darstellbare Datenmenge, die beispielsweise durch eine Binärziffer dargestellt werden kann. Größere Datenmengen sind immer ganzzahlige Vielfache von 1 Bit.
Blog
Ein Weblog (engl. Kurzwort aus Web und Log), oft einfach nur Blog genannt, ist eine Website, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, älterefolgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als »Bloggen« bezeichnet.
Bluetooth
Ein in den 1990er-Jahren ursprünglich von Ericsson entwickelter Industriestandard für die drahtlose (Funk-)Vernetzung von Geräten über kurze Distanz. Bluetooth bietet eine drahtlose Schnittstelle, über die sowohl mobile Kleingeräte wie Mobiltelefone und PDAs als auch Computer und Peripheriegeräte miteinander kommunizieren können.
Bochs
Freier x86-Emulator, der den Bedingungen der LGPL unterliegt. Viele Betriebssysteme, wie etwa Windows oder Linux, können unter Bochs betrieben werden. Ebenso ist Bochs für viele verschiedene Betriebssysteme erhältlich.
Breezy Badger
Entwicklungsbezeichnung für die Version Ubuntu 5.10.
Browser
Software, die Webseiten visuell darstellt. Bekannte Browser sind der Internet Explorer, der Firefox, Opera, Konqueror oder Lynx (siehe auch http://browsers.evolt.org/).
BSD
Berkley Software Distribution. Ein UNIX-Derivat, das sich inzwischen in die Forks FreeBSD, OpenBSD und NetBSD aufgepaltet hat.
Bugs
Mit »Bugs« (engl. für Käfer) bezeichnet man in der Informatik Fehler in Programmen. Jeder Benutzer von Linux-Software wird gebeten, sich am sogenannten Bug-Hunting (Käferjagen) zu beteiligen und auftretende Fehler den Entwicklern zu melden. Gute Anlaufpunkte hierfür sind Portale wie www.bugzilla.com oder www.launchpad.com. Auf diesen Seiten können Sie Fehler in vielen verschiedenen Projekten melden und so aktiv an der Entwicklung dieser Projekte teilhaben.
Cache
Schneller Zwischenspeicher, in dem z. B. bereits besuchte Webseiten auf der lokalen Festplatte archiviert werden, um bei erneuter Ansicht schneller zur Verfügung zu stehen.
Canonical
Ein international tätiges Unternehmen mit Sitz auf der Isle of Man. Canonical ist die wirtschaftliche Basis, die den kostenpflichtigen Support für Ubuntu liefert. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
Cern
Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire, Europäische Organisation für Kernforschung.Eine Großforschungseinrichtung mit zwei Speicherringen (Synchrotronen) sowie verschiedenen Teilchenbeschleunigern in Meyrin in der Nähe von Genf in der Schweiz. 1989 schlug Tim Berners-Lee seinem Arbeitgeber CERN ein Projekt vor, das auf dem Prinzip des Hypertexts beruhte und den weltweiten Austausch sowie die Aktualisierung von Informationen zwischen Wissenschaftlern vereinfachen sollte. Er verwirklichte dieses Projekt und entwickelte dazu den ersten Browser »WorldWideWeb« und den ersten Webserver unter NeXTSTEP. Dies sollte den Ursprung des World Wide Webs darstellen.
Circle of friends
Das Logo von Ubuntu wird durch mehrere Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen nachgebildet. Dieser »circle of friends« symbolisiert den wesentlichen Charakterzug von Ubuntu – Linux for human beings.
Client
Software, die Daten oder Anwendungen von einem Server anfordert. Ein Browser ist beispielsweise ein Client, der Webseiten darstellt, die voneinem Server geliefert werden.
Cluster
Verbund von mehreren (teilweise Tausenden) Computern, die gemeinsam rechenintensive Aufgaben lösen können. Die Leistung eines solchen Supercomputers steigt fast linear mit der Anzahl der beteiligten Computer an.
CoC
Code of Conduct. Richtlinien für den Umgang der Ubuntu-Entwickler untereinander. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
Compiler
Der Compiler dient zur Erstellung von Programmen. Er übersetzt den Quelltext in eine maschinenlesbare Form und ist für das sogenannte Linking der Quelldateien zuständig. Ein geläufiger Compiler ist gcc.
Compiz
Im Zuge der Entwicklung von XGL wurde mit Compiz ein erster, experimenteller Composition Manager entwickelt, der die neuen Möglichkeiten von XGL demonstriert. Eine wichtige Besonderheit von Compiz ist, dass es neben der Compositing-Funktionalität gleichzeitig auch als Windowmanager fungiert, d. h., Compiz kümmert sich auch um das Zeichnen von Fensterrahmen, Titelleisten, Minimier- und Maximierschaltflächen etc. Da Compiz demICCCM-Standard entspricht, kann es hierzu den Windowmanager der Desktop-Umgebung wie z. B. Metacity bei GNOME oder KWin bei KDE ersetzen. Compiz ist modular aufgebaut. Alle Effekte, aber auch grundlegende Dinge wie die Möglichkeit, Fenster zu verschieben oder ihre Größe zu ändern, sind als Plug-ins realisiert. Hierdurch ist Compiz leichterweiterbar. Von Compiz gab es einige Monate lang den Fork Beryl, der aber im April 2007 wieder mit Compiz zu Compiz-Fusion fusionierte.
Compiz-Fusion
Compiz-Fusion entstand im April 2007 aus dem Zusammengehen von Compiz und dem Fork Beryl. Die Website www.compiz-fusion.org befindet sich derzeit im Aufbau, aber unter forum.compiz-fusion.org befindet sich ein Forum, in dem man fertige Pakete und Repositorys in Erfahrung bringen kann.
Composition Manager
Computerprogramm, das es ermöglicht, Compositing-Techniken bei Bildschirmausgaben von Computern zu benutzen. Composition Manager spielen eine besondere Rolle bei der Nutzung hardwarebeschleunigter Effekte auf normalen Computer-Desktops. So sind dort genutzte Effekte wie Transparenz, 3D-Darstellung, stufenloses Zoomen und Live-Vorschauen von Videos oder animierten Sequenzen erst mithilfe der Composition Manager möglich.
CPU
Central Processing Unit. Der Prozessor im Innern Ihres Computers. Renommierte CPU-Hersteller sind Intel und AMD.
CUPS
Common Unix Printing System. Ein Drucksystem (»Daemon«), das das Drucken unter den verschiedenen UNIX-artigen Betriebssystemen ermöglicht.
Daemons
Unter Linux werden im Hintergrund ablaufende Dienste oftmals als daemons bezeichnet. Der Begriff hat seine Wurzeln in UNIX.
Dapper Drake
Entwicklungsbezeichnung für die Version Ubuntu 6.06. Mehr dazu erfahren Sie inAbschnitt ab Seite .
Debian
GNU/Linux-Distribution, die ausschließlich aus freier Software besteht. Debian enthält das Betriebssystem und eine große Auswahl an Anwendungsprogrammen, Tools und Utilitys, zusammen mit einem passenden Kern. Es ist für elf unterschiedliche Prozessorarchitekturen erhältlich.
DEB
Debian Package. Paket, das speziell für die Distribution Debian kompiliert wurde. Es ist an der Endung .deb zu erkennen. Diese Pakete können (müssen aber nicht zwangsläufig) unter Ubuntu installiert und ausgeführt werden.
Derivat
Man spricht bei den Varianten von Ubuntu von sogenannten »Derivaten« (von lateinisch »derivare« – »ableiten«, deutsch: Abkömmling). Allgemein bezeichnet dies eine Struktur, die von einer anderen Struktur abgeleitet ist. Im Bereich der Software ist ein Derivat eine Ableitung oder Fork (Projektaufspaltung) von existierender Software.
Device
Ein Device ist eine Geräteschnittstelle, die unter Linux als Gerätedatei im virtuellen Dateisystem vorhanden ist. Diese Dateien finden Sie im Verzeichnis /dev.
DHCP
Das Dynamic Host Configuration Protocol ermöglicht mithilfe eines entsprechenden Servers die dynamische Zuweisung einer IP-Adresse und weiterer Konfigurationsparameter an Computer in einem Netzwerk (z. B. Internet oder LAN).
Dispatcher
Im Rahmen der Prozessverwaltung eines Betriebssystems dient der »Dispatcher« dazu, bei einem Prozesswechsel dem derzeit aktiven Prozess die CPU zu entziehen und anschließend dem nächsten Prozess den Prozessor zuzuteilen. Die Entscheidung, welcher Prozess der nächste ist, wird vom »Scheduler« im Rahmen der Warteschlangenorganisationgetroffen.
DMA
Direct Memory Access bezeichnet in der Computertechnik eine Zugriffsart, die über ein Bus-System direkt auf den Speicher zugreift. Die DMA-Technik erlaubt es angeschlossenen Peripheriegeräten, wie der Netzwerkkarte oder der Soundkarte, ohne Umweg über die CPU direkt mit dem Arbeitsspeicher zu kommunizieren. Der Vorteil der DMA-Technik ist die schnellere Datenübertragung bei gleichzeitiger Entlastung des Prozessors.
DNS
Domain Name System. Einer der wichtigsten Dienste im Internet. Hauptaufgabe ist die Auflösung von Namen.
DOS
Disk Operating System. Eine IBM-Entwicklung, die später von Microsoft aufgekauft wurde. Aus dem DOS entwickelte Microsoft das berühmte Windows.
dpkg
Basis der Paketverwaltung der Linux-Distribution Debian GNU/Linux und das grundlegende Programm zum Installieren und Manipulieren von Softwarepaketen. Die Pakete haben die Dateiendung .deb.
DRI
Direct Rendering Infrastructure. Ein Softwarepaket, das Anwendungen den Zugriff auf hardwarebeschleunigte Grafik ermöglicht.
dselect
Ein Frontend, das selbstständig Abhängigkeiten zwischen Paketen auflösen und Konflikte zwischen Paketversionen erkennen kann. Zumeigentlichen Installieren und Konfigurieren von Paketen kommt dpkg zum Einsatz. dselect kann Pakete aus diversen Quellen wie CDs, NFS- oder FTP-Servern beziehen. Dieses Frontend war bis Debian 2.2 der bevorzugte Paketmanager und wurde durch aptitude ersetzt.
DSL
Digital Subscriber Line (engl. für »digitale Teilnehmeranschlussleitung«). Technik, die das Senden und Empfangen von Daten mit hoher Übertragungsrate ermöglicht (1000 bis maximal 25.000 kbit/s). DSL stellt eine wesentliche Verbesserung gegenüber Modem- oder ISDN-Verbindungen mit nur bis zu 64 kbit/s dar. An der verlegten Telefonleitung muss nichts geändert werden, denn DSL nutzt die bereits verlegten zwei bis vier Kupferadern des Telefonnetzes auf einer anderen, höheren Frequenz.
DVB
Digital Video Broadcasting. Der digitale Videorundfunk ist die neue Generation des Fernsehens, die in den großen deutschen Ballungsgebieten mittlerweile auch auf terrestrischem Weg(DVB-T) übertragen wird.
Ebuntu
Ein Ubuntu mit dem Window-Manager Enlightenment als Standard. Das Projekt hat sich in OpenGEU umbenannt. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt ab Seite .
Edgy Eft
Entwicklungsbezeichnung für die Version Ubuntu 6.10. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt ab Seite .
Edubuntu
Eine speziell an die Bedürfnisse für den Einsatz in Klassenzimmern angepasste Ubuntu-Version.
Emulation
Das funktionelle Nachbilden eines Systems durch ein anderes. Das nachbildende System erhält die gleichen Daten, führt die gleichen Programme aus und erzielt die gleichen Ergebnisse wie das originale System. Ein Emulator ist ein System, das ein anderes nachahmt. Zu unterscheiden sind Hardware- und Software-Emulatoren. Mehr dazu erfahren Sie n Kapitel ab Seite .
Enterprise
»Ubuntu Enterprise« sollte ursprünglich die Unternehmensversion von Ubutu heißen. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite . Allgemein bezeichnet der Begriff die Versionen einiger Linux-Distributionen, die für den Einsatz in Unternehmen optimiert sind.
ext2/ext3
Die beiden primär unter Linux eingesetzten Dateisysteme und die Standardwahl bei Ubuntu. Das neuere ext3 unterstützt dabei dassogenannte Journaling, ist aber abwärtskompatibel zu ext2.
FAQ
Frequently Asked Questions. Eine Sammlung von Antworten auf häufig gestellte Fragen.
FAT
File Allocation Table (deutsch: Dateizuordnungstabelle). Dateisystem, das von Seattle Computer Products für dessen Betriebssystem QDOS, dem direkten Vorgänger von MS-DOS, entwickelt wurde. FAT32 ist ein von Microsoft entwickeltes Dateisystem, das seit 1997 die Vorgängerversion FAT16 ergänzt. Partitionen kleiner als 512 MByte werden nach wie vor mit FAT16 erzeugt; von 512 MByte bis 2 GByte hat man die Wahl, und ab 2 GByte wird FAT32 benutzt.
Fedora
Eine einfach zu installierende Linux-Distribution, die aus dem ehemaligen Red Hat Linux heraus entstanden ist.
Feisty Fawn
Entwicklungsbezeichnung für die Version Ubuntu 7.04.
Firewall
Einrichtung, die Ihren Rechner (oder das lokale Netzwerk) vor feindlichen Angriffen aus dem Internet schützen soll. Firewalls können als Software in einem System laufen oder hardwareseitig in einem Router oder vorgeschalteten Rechner ihren Dienst verrichten.
Firewire
(auch bekannt als i.Link oder IEEE 1394) ist eine von Apple entwickelte Schnittstelle.
Flash
Software zum Erstellen multimedialer Inhalte für das World Wide Web. Mit Flash können vektorbasierte Animationen erstellt werden, die aufgrund ihrer geringen Dateigröße optimal für das Internet geeignet sind. Mit neueren Versionen von Flash lassen sich nicht nur Animationen, sondern auch komplette Anwendungen erstellen und abspielen. Flash-Inhalte werden im Browser durch ein Zusatzprogramm (Plug-in) wiedergegeben (siehe auch www.macromedia.com).
Fluxbuntu
Ubuntu mit dem Window-Manager Fluxbuntu als Standard. Mehr erfahren Sie dazu in Abschnitt auf Seite .
Fork
Der Begriff »Fork« (deutsch: Gabel) bezeichnet in der Software-Entwicklung die Aufspaltung eines Projekts in zwei oder mehr Folgeprojekte, wobei Teile des Quellcodes kopiert und dannunabhängig von dem ursprünglichen Projekt weiterentwickelt werden. Gründe für eine Fork können verschiedene Ziele für das Projekt, Uneinigkeiten in der technischen Ausführung oder persönliche Unstimmigkeiten zwischen den Entwicklern sein.
Framebuffer
Der Bildspeicher ist Teil des VideoRAM von Computern und entspricht einer digitalen Kopie des Monitorbildes. Das heißt, jedem Bildschirmpixel kann genau ein bestimmter Bereich des Framebuffers zugewiesen werden, der dessen digital übersetzten Farbwert enthält.
Framework
engl. für Rahmenstruktur, Fachwerk. Programmiergerüst, das in der Softwaretechnik im Rahmen der objektorientierten Softwareentwicklung und bei komponentenbasierten Entwicklungen verwendet wird. Ein Beispiel für ein Framework ist der Aufbau einer Soundarchitektur (siehe Abschnitt »Audio« auf Seite ).
Freedom Toaster
Ein Gerät, auf dem sich verschiedene Distributionen kostenlos auf einem selbst mitgebrachten Rohling brennen lassen. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
freenode
(früher als Open Projects Network (OPN) bekannt) ist ein IRC-Netzwerk, dessen Sinn und Ziel es ist, eine kostenlose und stabile Kommunikationsplattform für die Open-Source-Gemeinde anzubieten.
FTP
File Transfer Protocol. Dienst zur Versendung von Dateien über das Internet. Dabei werden miteiner Software (dem sogenannten FTP-Client) die Dateien von einem FTP-Server abgerufen.
GIF
Datei- bzw. Komprimierungsformat für Grafikdaten im Internet. Grafikdaten im GIF-Format sind verlustfrei komprimiert nach dem sogenannten Lempel/Zev/Welch-Algorithmus, können aber nur 256 Farben enthalten. Das Komprimierungsverfahren ist patentiert, sodass Hersteller von Programmen, die GIFs erzeugen oder verarbeiten,Lizenzzahlungen leisten müssen. GIF-Bilder können eine sogenannte transparente Farbe enthalten, durch die der Hintergrund durchscheint. Mit dem Format GI89a können GIF-Dateien auch mehrere Grafiken enthalten, die nacheinander abgespielt werden – animierte GIFs. GIF-Grafiken können von allen Browsern angezeigt werden.
GLX
OpenGL Extension to the X Window System. Unterstützt die lückenlose Verbindung zwischen OpenGL und dem X-Window-System. Es ermöglicht es, OpenGL-Programme auf ein Fenster des X-Window-Systems zu zeichnen.
GNOME
Akronym für GNU Network Object Model Environment. Eine Desktop-Umgebung fürUnix- und unixoide Systeme, die unter den freien Lizenzen GPL und LGPL veröffentlicht wird. GNOME ist Teil des GNU-Projekts und basiert auf der GTK-Widget-Sammlung.
GNU
Rekursives Akronym für GNU's not UNIX.Eine Sammlung von frei verfügbaren Programmen. GNU ist wesentlich älter als Linux und lieferte schon auf UNIX-Systemen eine große Anzahl von Applikationen. Ins Leben gerufen wurde GNU von Richard Stallmann.
GNU Arch
GNU Arch ist eine Software zur Versionskontrolle. Bazaar ist eine Implementierung des GNU-Arch-Protokolls, das die Open-Source-Entwickler benutzen. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
Go Open Source Campaign
Die »Go Open Source«-Kampagne hat es sich zum Ziel gemacht, den Vorteil von Open-Source-Software in Südafrika publik zu machen. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
GUI
Graphical User Interface. Die grafische Schnittstelle zwischen Mensch und Computer. Eine grafische Benutzeroberfläche ist eine Softwarekomponente, die einem Computerbenutzer die Interaktion mit der Maschine über grafische Elemente (Arbeitsplatz, Symbole, Menü) erlaubt.
Gutsy Gibbon
Entwicklungsbezeichnung für die Version Ubuntu 7.10.
GPL
Die GNU Public License ist die Lizenz, unter der Linux und andere freie Software vertrieben wird.
GTK
Das GIMP-Toolkit (abgekürzt: GTK+) ist eine freie Komponentenbibliothek unter der LGPL, mit der grafische Benutzeroberflächen (GUI) für Softwareprogramme erstellt werden können. Zum Beispiel basiert GNOME auf GTK.
Hexadezimal
Zahlensystem mit Basis 16 (0--15). Als Zahlen gelten neben den Ziffern 0--9 auch noch die Buchstaben A (=10) bis F (=15). Hexadezimale Zahlen werden verwendet, um Farbangaben für Webseiten anzugeben.
Header
In der Informationstechnik werdenMetadaten am Anfang einer Datei oder eines Datenblocks als Header bezeichnet. Diese können verwendet werden, um das Dateiformat zu beschreiben oder weitere Angaben beispielsweise zum Ursprung der Daten zu machen. So werden zum Beispiel inE-Mails sogenannte Kopfzeilen (dt. für Header) verwendet, um Absender, Empfänger, Betreff, Datum, Route der Nachrichten und vieles mehr zu beschreiben.
HTML
Die Hypertext Markup Language, oft auch kurz als »Hypertext« bezeichnet, ist eine textbasierte Auszeichnungssprache zur Darstellung von Inhalten wie Texten, Bildern und Hyperlinks in Dokumenten. HTML-Dokumente sind die Grundlage des World Wide Web und werden von einem Webbrowser dargestellt.
Hoary Hedgehog
Entwicklungsbezeichnung für die Version Ubuntu 5.04. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt ab Seite .
Host
(engl. für Wirt, Gastgeber). In der Informationstechnik ein Computer in einem Netzwerk, auf dem ein oder mehrere Server betrieben werden. Aus diesem Zusammenhang heraus werden Hosts umgangssprachlich häufig als Server bezeichnet.
HTTP
HyperText Transfer Protocol. Der Standard, mit dem die Interaktion zwischen Computern und/oder Servern im Internet geschieht.
Hurd
Hurd, eigentlich GNU Hurd, stellt die Sammlung von Servern dar, die auf dem Kernel GNU Mach laufen. Diese Services implementieren Dateisysteme, Netzwerkprotokolle, Dateizugriffskontrollen und andere Eigenschaften.
Hypervisor
Synonym für den »virtuellen Maschinen-Monitor« (VMM). Der VMM sorgt für die Aufteilung der Hardware-Ressourcen eines Computers für mehrere verschiedene virtuelle Maschinen.
IBM
International Business Machines. Eines der ältesten IT-Unternehmen, das anfangs mit Lochkartenmaschinen und später mit Großrechnern eine marktbeherrschende Stellung einnahm. Es entwickelteu. a. das Betriebssystem DOS, das später an Microsoft verkauft wurde.
Icon
Im Computerbereich ein Piktogramm, das eine Datei oder Ähnliches repräsentiert.
IceWM
Ein in C++ programmierter, unter LGPL stehender Fenstermanager für das X11-Fenstersystem. IceWM soll sich durch Geschwindigkeit, Schlichtheit und Bedienerfreundlichkeit auszeichnen.
IDE
IDE bezeichnet entweder Integrated Drive Electronics, eine Schnittstelle in einem Computer, oder Integrated Development Environment (auch Interactive Development Environment), die integrierte Entwicklungsumgebung.
IEEE
Institute of Electrical and Electronic Engineers
IMAP
Internet Message Access Protocol. IMAP erlaubt den Zugriff auf und die Verwaltung von empfangenen E-Mails. Im Gegensatz zum weiter verbreiteten Protokoll POP3 verbleiben die Mails in der Regel auf dem Mailserver und werden nur bei Bedarf auf den Client-Rechner übertragen. IMAP wurde mit dem Ziel entwickelt, den Zugriff auf Mailboxen und Nachrichten so bereitzustellen, als ob diese sich auf dem lokalen Rechner befänden.
init
Der init-Prozess ist bei UNIX-artigen Betriebssystemen der erste Prozess eines Systems: Er hat immer die Prozess-ID 1. Traditionell startet er alle anderen Prozesse; auf welche Art er dies tut, wird unter Linux und anderen System V-orientierten Systemen wie Solaris in der Datei /etc/inittab festgelegt (SysVinit). Init soll bei Ubuntu durch upstart ersetzt werden, die Integration von upstart steht aber noch am Beginn der Entwicklung.
initrd
steht für initial ramdisk (sinngemäß übersetzt »Ausgangspartition im Arbeitsspeicher«). Die initrd ist ein reservierter Bereich im Arbeitsspeicher, der vom Kernel wie eine Festplattenpartition behandelt wird.
Intel
Die Intel Corporation (Integrated electronics) ist eine US-amerikanische Firma mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien. Intel ist vor allem für PC-Mikroprozessoren bekannt, bei denen die Firma einen Marktanteil von etwa 80 % hält.
Interpreter
Ein Interpreter führt ein in einer Programmiersprache geschriebenes Skript aus.
Intrepid Ibex
Entwicklungsbezeichnung für die Version Ubuntu 8.10.
IRC
Internet Relay Chat. Ein textbasiertes Chatsystem. Es ermöglicht Gespräche mit einer beliebigen Anzahl von Teilnehmern in sogenannten Channels, aber auch Gespräche zwischen zwei Teilnehmern. Neue Channels können üblicherweise jederzeit von jedem Teilnehmer frei eröffnet werden, ebenso kann man gleichzeitig an mehreren Channels teilnehmen.
ISDN
Integrated Services Digital Network. Ein internationaler Standard für ein digitales Telekommunikationsnetz.
ISO 9660
Die Norm ISO 9660 beschreibt den Standard eines Dateisystems für Wechselmedien (CDs und DVDs). Typische Merkmale sind z. B. Beschränkungen in der Länge von Dateinamen oder fehlende Informationen bezüglich der Dateieigentümer und der Rechte.
Jaunty Jackalope
Entwicklungsbezeichnung für die Version Ubuntu 9.04.
Java
Eine objektorientierte Programmiersprache und als solche ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Sun Microsystems. Java ist eine Komponente der Java-Technologie. Java-Programme werden in Bytecode übersetzt und dann in einer speziellen Umgebung ausgeführt, die als Java-Laufzeitumgebung oder Java-Plattform bezeichnet wird. Deren wichtigster Bestandteil ist die Java Virtual Machine(Java-VM), die Programme ausführt, indem sie den Bytecode interpretiert. Java-Programme laufen in aller Regel ohne weitere Anpassungen auf verschiedenen Computern und Betriebssystemen, für die eine Java-VM existiert. Sun bietet neben dem eigenen UNIX-Derivat Solaris auch Java-VMs für Linux und Windows an. Andere Hersteller lassen ihre Java-VM für ihre Plattform zertifizieren, zum Beispiel die Firma Apple für Mac OS X.
JavaScript
ist eine einfache Programmiersprache, die im Webbrowser ausgeführt wird – man spricht auch von clientseitiger Ausführung (im Gegensatz zu Sprachen wie PHP, ASP, CFML oder Perl, die auf dem Server ausgeführt werden). Dadurch eignet sich Javascript beispielsweise, um Formulare zu überprüfen, bevor sie an den Server geschickt werden, oder für DHTML-Effekte. JavaScript wurde ursprünglich von Netscape entwickelt und hat mit der Programmiersprache Java nur den Namen gemeinsam.
Journaling
Die Protokollierung jeder Transaktion in einem Dateisystem. Dies kann den Vorteil haben, dass man nach einem Crash des Systems eventuell auf das aufwendige Reparieren des Dateisystemsverzichten kann.
JPEG
Joint Photographic Experts Group. Ein Komprimierungsstandard für unbewegte Bilder, entwickelt von der »Joint Photographic Experts Group«. Die zu komprimierende Datei wird in Quadrate aufgeteilt. In diesen Quadraten werden Pixel ähnlicher Farbwerte zusammengefasst. Kompressionen nach dem JPEG-Standard sind verlustbehaftet, d. h., bei der Komprimierung gehen Dateiinformationen verloren.
Karmic Koala
Entwicklungsbezeichnung für die Version Ubuntu 9.10.
KDE
K Desktop Environment, ursprünglich Kool Desktop Environment. Eine frei verfügbare Arbeitsumgebung für Unix-Betriebssysteme wie z. B. Linux, BSD oder Solaris.
Kernel
Basis und Kernkomponente eines Betriebssystems. Der Kernel ist verantwortlich für grundlegende Aufgaben wie die Prozess- und Speicherverwaltung sowie für die Hardwareunterstützung.
Kernel-Module
Kernel-Module sind dynamisch in den Kernel integrierbare Komponenten, die oft einen Treibercode zur Verfügung stellen. Mithilfe solcher Module kann oftmals auf das aufwendigeRekompilieren eines Kernels verzichtet werden.
Kernelspace
Der Kernelspace ist ein reservierter Speicherbereich im RAM, in dem z. B. Kernel-Module gespeichert werden.
Kompilieren
Bezeichnung für das Übersetzen eines Programmquelltexts in ein für den Computer ausführbares Programm.
Knowledge Base
Eine Datenbank für ein Wissensmanagement. Sie stellt die Grundlage für die Sammlung von Informationen dar.
Kubuntu
Ubuntu mit der Arbeitsumgebung KDE als Standard. Mehr dazu erfahren Sie in Kapitel ab Seite .
KVM
Kernel based Virtual Machine. Mehr dazu erfahren Sie in Kapitel ab Seite .
LAN
Local Area Network. Ein Rechnernetz, das meist physisch getrennt von einem WAN (Wide Area Network) existiert.
LaTeX
LaTeX ist ein Softwarepaket, das die Benutzung des Textsatzprogramms TeX mithilfe von Makros vereinfacht. Es wurde bereits 1984 von Leslie Lamport entwickelt, und es ist zur bevorzugten Methode des TeX-Einsatzes geworden. Dieses Buch wurde ebenfalls mit TeX gesetzt.
Launchpad
Portal, das eine Sammlung von Services für Open-Source-Projekte bietet. Es besteht u. a. aus den Modulen »Rosetta« und »Malone«. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
Live-System
Ein Betriebssystem, das ohne Installation und Beeinflussung des Inhalts der Festplatte gestartet werden kann. Das gesamte Betriebssystem wird hierzu auf einen bootfähigen Speicher wieUSB-Stick, Flash-Speicher, Diskette, CD-ROM oder DVD installiert.
Lock-Datei
Datei, deren Existenz anzeigt, dass eine Ressource (beispielsweise die APT-Datenbank) zurzeit genutzt wird.
Looking Glass
3D-Benutzeroberfläche, die von Sun Microsystems entwickelt wird. Das Projekt will neue Interaktionsmöglichkeiten mit einem Computerdesktop entwickeln und versteht sich als technische Vorausentwicklung für kommende Benutzerschnittstellen. Die ausgedehnte Verwendung eines dreidimensionalen Desktops ermöglicht es beispielsweise, Notizen zu Webseiten auf der Rückseite des Browserfensters zu machen. Looking Glass ist ein Open-Source-Projekt und steht unter der GNU General Public License. Es verwendet und erweitert Java 3D (www.sun.com/software/looking_glass/).
LTS
Diese Abkürzung kennzeichnet die Ubuntu-Versionen, die einen besonders langen Support-Zeitraum genießen. Dieser beträgt für die Desktop-Versionen drei Jahre und für die Server-Versionen fünf Jahre.
LTSP
Linux Terminal Server Project. Mit LTSP ist die Verbindung des Edubuntu-Servers zu einer Vielzahl von Clients möglich.
LVM
Logical Volume Manager. Eine hauptsächlich im UNIX- und Linux-Umfeld verbreitete Abstraktionsebene zwischen Festplatten und Dateisystemen. Festplatten (Physical Volume, PV) werden zu einem Pool (Volume Group, VG) zusammengefasst, aus dem dynamisch Partitionen (Logical Volume, LV) angefordert werden können. Auf diesen Logical Volumes werden die Dateisysteme angelegt.
Mach
Eigentlich GNU Mach – der Microkernel von GNU.
Main
Ubuntu teilt seine Software in die vierRepositorys Main, Restricted, Universe und Multiverse ein. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
Malone
Ein System für das sogenannte Bug- Tracking. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
Malware
Als Malware (ein Kurzwort von engl. malicious = boshaft und Software) bezeichnet man Computerprogramme, die vom Benutzer unerwünschte (schädliche) Funktionen ausführen.
Mandatory Access Control
Konzept für die Kontrolle und Durchsetzung von Zugriffsrechten auf IT-Systemen, bei der die Entscheidung über Zugriffsberechtigungen nicht auf der Basis der Identität des Benutzers (Prozesses) und des Objektes (Datei, Gerät) gefällt wird, sondern aufgrund allgemeiner Regeln und Eigenschaften des Akteurs und Objekts.
Mandriva
Linux-Distribution des französischen Unternehmens Mandriva (ehemals Mandrakesoft).
Manpage
Hilfe-Datei für ein Programm, die auf der Kommandozeile per man Programmname verfügbar ist.
MBR
Master Boot Record. Der erste Datenblock eines in Partitionen aufgeteilten, bootfähigen Speichermediums. Der MBR beherbergt eine Partitionstabelle sowie den Bootloader, ein Programm, das das richtige Betriebssystem startet.
Metisse
Ein 2.5D-Desktop, der auf dem X-Window-System basiert. Metisse ist in den Linux-Distributionen Mandriva One und Sabayon Linux enthalten und hat viele Eigenschaften, die ihn von den traditionellen 3D-Desktops wie Compiz-Fusion abheben. So können Fenster dreidimensional in alle Richtungen gedreht werden und mitsamt dem Inhalt verkleinert werden. Für das Entwicklerteam haben Funktionalität und Produktivität höhere Priorität als optische Spielereien (http://insitu.lri.fr/metisse/).
Metacity
Der Standard-Fenstermanager der Desktop-Umgebung GNOME.
Metapaket
Eine Sammlung von vielen einzelnen Paketen, die in einem einzigen Paket zusammengefasst sind. Mithilfe solch eines Metapaketes lassen sich große Projekte leichter installieren. So braucht man z. B. unter Ubuntu keine einzelnen KDE-Pakete und deren Abhängigkeiten installieren – das Metapaket kubuntu-desktop nimmt einem diese Arbeit ab.
Microsoft
Ein von Bill Gates und Paul Allen gegründetes Softwareunternehmen. Firmensitz ist Redmond in der Nähe von Seattle, USA. Microsoft ist der Hersteller des Betriebssystems Windows. Inzwischen gehört auch der Vertrieb von Hardware zu den Einnahmequellen des Unternehmens.
MINIX
Ein zu Beginn der 90er-Jahre in Universitäten weit verbreitetes UNIX-Derivat. Es wurde maßgeblich von Andrew Tanenbaum entwickelt. MINIX war für Linus Thorvalds der Anstoß zur Entwicklung von Linux.
Mirror
Eine exakte Kopie eines Web- oder FTP-Servers, die dazu dient, den Original-Server zu entlasten.
MIT
Massachussets Institute of Technology
MMU
Memory Management Unit.
Der Kernel steuert nicht nur den Zugriff auf den physikalischen Teil des Speichers, denn dies hat den Nachteil, dass die aktiven Prozesse selbst niemals mehr Speicherplatz belegen dürfen, als physikalisch zur Verfügung steht. Um dieses durch immer komplexere Programme entstandene Problem zu lösen, wurde das Prinzip der »virtuellen Speicherverwaltung« entwickelt. Dabei verwenden Prozesse nur noch virtuelle und keine physikalischen Adressen mehr. Die Umsetzung dervirtuellen Adresse in eine physikalische Adresse übernimmt die »Memory Management Unit«.
Module
Siehe Kernel-Module.
Moodle
Ein Kurs-Management-System.
MTA
Mail Transport Agent. Ein Programm zum Transportieren von E-Mails, oft auch Mailserver genannt.
MULTICS
Multiplexed Information and Computing Service. Ein gemeinsam von den Firmen Bell, General Electric und dem MIT im Jahr 1965 entwickeltes Betriebssystem, das nie fertiggestellt wurde. MULTICS diente in seinen Grundzügen alsBasis von UNIX.
Multitasking
Mehrprozessfähigkeit, bei der mehrere Aufgaben oder Prozesse parallel ausgeführt werden.
Multiuser
Bei einem Multiuser-System können mehrere Benutzer voneinander getrennt Programme an einem Betriebssystem nutzen. Dies kann entweder in Folge oder parallel geschehen.
Multiverse
Ubuntu teilt seine Software in die vier Repositorys Main, Restricted, Universe und Multiverse ein. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
MySQL
SQL-Datenbankverwaltungssystem der schwedischen Firma MySQL AB. MySQL ist als Open-Source-Software für verschiedene Betriebssysteme verfügbar und bildet die Grundlage vieler Webauftritte.
Ncurses
Programmbibliothek, um auf der Konsole Fenster, Menüs usw. darzustellen.
NetBIOS
Network Basic Input Output System. Eine Programmierschnittstelle zur Kommunikation zwischen zwei Programmen über ein Netzwerk.
Newsgroup
Virtuelle Diskussionsforen im Internet (früher auch abseits des Internets in selbstständigen (Mailbox-)Netzen), in denen zu einem umgrenzten Themenbereich Textbeiträge (auch Nachrichten, Artikel oder Postings genannt) ausgetauscht werden.
NFS
Network File System (auch: Network File Service). Ein von Sun Microsystems entwickeltes Protokoll, das den Zugriff auf Dateien über ein Netzwerk ermöglicht. Dabei werden die Dateien nicht wie z. B. bei FTP übertragen, sondern die Benutzer können auf Dateien, die sich auf einem entfernten Rechner befinden, so zugreifen, als ob sie auf ihrer lokalen Festplatte abgespeichert wären.
Novell
Softwareunternehmen mit Sitz in den USA. 2004 kaufte Novell SUSE und vertreibt seitdemSUSE Enterprise und unterstützt die Community-Version OpenSUSE. Novell machte 2007 Schlagzeilen, als es als erstes Unternehmen aus dem Linux-Lager ein Patentabkommen mit Microsoft unterschrieb.
NTFS
New Technology File System. Das Dateisystem von Windows NT, einschließlich seiner Nachfolger Windows 2000, Windows XP, Windows Server 2003 und Windows Vista. Im Vergleich zu FAT bietet NTFS u. a. einen gezielten Zugriffsschutz auf Dateiebene durch vollständige Unterstützung von Zugriffskontrolllisten. Des Weiteren ist bei NTFS die Dateigrößenbeschränkung von maximal vier Gigabyte aufgehoben.
NVIDIA
Die NVIDIA Corporation ist einer der größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal-Computer.
Olive
Grafische Oberfläche für das Versionskontrollsystem Bazaar. Einen kurzen Einstieg in den Umgang mit Bazaar und Olive liefert Abschnitt auf Seite .
OpenCD
Die »Open Source CD« ist eine Zusammenstellung von Open-Source-Software für den Windows-Bereich. Sie soll den Nutzern von Windows die Möglichkeit geben, ohne besondere Vorkenntnisse Open-Source-Programme zu nutzen.
OpenGL
Open Graphics Library. Spezifikation für ein plattform- und programmiersprachenunabhängiges API (Application Programming Interface) zur Entwicklung von 3D-Computergrafik. Der OpenGL-Standard beschreibt etwa 250 Befehle, die die Darstellung komplexer 3D-Szenen in Echtzeit erlauben. Zudem können andere Organisationen (zumeist Hersteller von Grafikkarten) proprietäre Erweiterungen definieren. Typische Anwendungen für OpenGL sind virtuelle Welten, CAD-Systeme oder Computerspiele. Weitere Infos gibt es unter www.opengl.org undwiki.delphigl.com.
Open Source
Bewegung zur Förderung freier Software. Freie Software definiert sich durch ihre freie Nutzung sowie durch die Verfügbarkeit der Quelltexte, nicht durch Kostenlosigkeit.
OSS
Open Sound System.Der Vorgänger von ALSA.
PAE
Physical Address Extension Technische Erweiterung aus dem Gebiet der Rechnerarchitektur. PAE ermöglicht es, mehr Arbeitsspeicher anzusprechen als durch die Wortbreite des verwendeten Mikroprozessors festgelegt ist. Mit PAE sind bis zu 64 GB Hauptspeicher adressierbar.
Paket
Sammlung von Dateien, die meist ein vorkompiliertes und konfiguriertes Programm enthält, das sich mit einem Paketmanager installieren lässt.
Paketmanager
Ein Paketmanager ermöglicht das komfortable Management von Software auf einem Computersystem, wie es insbesondere unter Linux sehr verbreitet ist. Dazu gehört das Installieren, Aktualisieren und Deinstallieren der Software in Form gepackter Programme.
Panel
Synonym für die Taskleiste (Startleiste).
Parallels
Softwarefirma, die die gleichnamige Virtualisierungssoftware herstellt und vertreibt.
PASCAL
Programmiersprache und Weiterentwicklung von ALGOL. Das wichtigste Konstruktionsprinzip war, die Sprache so einfach wie möglich zu gestalten, damit sie in der Ausbildung genutzt werden konnte. Gleichzeitig sollte strukturierte Programmierung möglich sein. Alle Variablen müssen vor der Benutzung deklariert werden.
Patch
(dt. flicken). Eine Korrekturauslieferung für Software oder Daten aus Endanwendersicht, um zum Beispiel Sicherheitslücken zu schließen oder bislang nicht vorhandene Funktionalität nachzurüsten. Der Begriff stammt noch aus der Zeit, als man kleine Korrekturen an Software auf Lochkarten durch das Stanzen bzw. Zukleben einzelner Löcher bewerkstelligte.
P2P
Peer-to-Peer-Connection und Rechner-Rechner-Verbindung sind synonyme Bezeichnungen für eine Kommunikation unter Gleichen, hier bezogen auf ein Netzwerk von Computern. In einem Peer-to-Peer-Netz sind alle Computer gleichberechtigt und können sowohl Dienste in Anspruch nehmen als auch Dienste zur Verfügung stellen.
Portable Document Format. Ein plattformübergreifendes Dateiformat für Dokumente, das von der Firma Adobe Systems entwickelt und 1993 veröffentlicht wurde. PDF ist ein kommerzielles, aber offengelegtes Dateiformat.
Phishing
Eine Form der Tricktäuschung im Internet. Dabei wird per E-Mail versucht, den Empfänger zur Herausgabe von Zugangsdaten und Passwörtern zu bewegen. Dies bezieht sich in den meisten Fällen auf Online-Banking und andere Bezahlsysteme.
PHP
Rekursives Backronym für »Hypertext Preprocessor«, ursprünglich »Personal Home Page Tools«. Eine Programmiersprache mit einer an Java bzw. Perl angelehnten Syntax, die hauptsächlich zur dynamischen Erstellung von Webseiten oder Webanwendungen verwendet wird. PHP ist Open-Source-Software. PHP zeichnet sich besonders durch die leichte Erlernbarkeit, die breite Datenbankunterstützung und Internet-Protokolleinbindung sowie durch die Verfügbarkeit zahlreicher, zusätzlicher Funktionsbibliotheken aus. Es existieren beispielsweise Programmbibliotheken, um Bilder und Grafiken zur Einbindung in Webseiten dynamisch zu generieren.
POSIX
Portable Operating System Interface. Ein Gremium des IEEE, das Standards für Schnittstellen definiert.
POP3
Post Office Protocol Version 3. Ein Übertragungsprotokoll, über das ein Client E-Mails von einem E-Mail-Server abholen kann. Eine ständige Verbindung zum Mailserver ist bei POP3 nicht notwendig. Die Verbindung zum Server wird bei Bedarf vom Client aufgebaut und danach wieder beendet. POP3 ist in der Funktionalität sehr beschränkt und erlaubt nur das Abholen und Löschen von E-Mails auf dem E-Mail-Server. Für weitere Funktionalitäten wie hierarchische Mailboxen direkt auf dem Mailserver, Zugriff auf mehrere Mailboxen während einer Sitzung, Vorselektion derE-Mails usw. müssen Protokolle wie IMAP verwendet werden.
Portieren
Bezeichnung für das Verändern eines Programms, um es auf einem anderen System oder einer anderen Architektur benutzen zu können.
Ports
(engl. für Anschlüsse). Adresskomponenten, die in Netzwerkprotokollen eingesetzt werden, um Datensegmente den richtigen Diensten zuzuordnen. Dieses Konzept ist z. B. in TCP, UDP und SCTP implementiert. Hierbei ist die Portnummer 16 Bit groß,d. h., sie kann Werte von 1 bis 65535 annehmen.
PPPoE
PPP over Ethernet. Die Verwendung des Netzwerkprotokolls Point-to-Point Protocol (PPP) über eine Ethernet-Verbindung. PPPoE wird heute bei ADSL-Anschlüssen in Deutschland verwendet. In Österreich wurde ursprünglich für ADSL-Zugänge das Point To Point Tunneling Protocol (PPTP) verwendet. Mittlerweile wird allerdings PPPoE auch dort von einigen ISPs angeboten.
proprietär
Die Freie-Software-Bewegung benutzt den Begriff »proprietär« für Dinge, die nicht »frei« sind. Der Begriff bezeichnet zum einen Software, zum anderen Dateiformate, Protokolle usw. Bekannte Beispiele proprietärer Software sind: Microsoft Windows, Adobe Photoshop, AutoCAD oder Macromedia Flash. Beispiele für proprietäre Dateiformate sind das MS-Word-Format oder das WMA-Format. Beispiele für nicht proprietäre, offene Formate sind Ogg Vorbis, das Portable-Network-Graphics-Format oder das HTML-Format.
Proxy-Server
Ein Rechner zwischen vielen Clients und einem vorgeschalteten Server. Seine Aufgabe besteht darin, anfallende Anfragen der Clients zu puffern (zwischenzuspeichern), um den Server zu entlasten.
Prozess
Unter Linux ist ein Prozess ein laufendes Programm. Zu diesem Programm gehört neben dem auszuführenden Code auch eine Umgebung, die unter anderem Shell-Variablen enthält.
Postscript
Seitenbeschreibungssprache, die unter diesem Namen seit 1984 von der Firma Adobe entwickelt wird. Sie ist eine Weiterentwicklung der Sprache InterPress. Postscript hat sich über die Jahre zu einem Standard in der Druckindustrie entwickelt.
QEMU
ist ein CPU-Emulator bzw. eine virtuelle Maschine für die Betriebssysteme Linux, Windows, FreeBSD, NetBSD, OpenBSD und Mac OS X. Mittels HX DOS Extender ist QEMU auch in FreeDOS und DR-DOS lauffähig. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
Qt
Klassenbibliothek für die plattformübergreifende Programmierung grafischer Benutzeroberflächen unter C++. Qt wird besonders in den Bibliotheken des K Desktop Environments verwendet. Qt wird von der norwegischen Firma Trolltech entwickelt und steht seit dem Jahr 2000 sowohl unter der GNU General Public License (GPL) als auch unter einer kommerziellen Lizenz.
RAID
Ein RAID-System dient zur Organisation zweier oder mehrerer physikalischer Festplatten eines Computers zu einem logischen Laufwerk, das eine größere Speicherkapazität, eine höhere Datensicherheit beim Ausfall einzelner Festplatten und/oder einen größeren Datendurchsatz erlaubt als eine einzelne physikalische Platte. Während die meisten in Computern verwendeten Techniken und Anwendungen darauf abzielen, Redundanzen (das Vorkommen doppelter Daten) zu vermeiden, werden bei RAID-Systemen redundante Informationen gezielt erzeugt, damit beim Ausfall einzelner Komponenten das RAID als Ganzes seine Funktionalität behält.
RAM
ist die Abkürzung für Random Access Memory. Dies ist der Arbeitsspeicher Ihres Computers, der sich auf den separaten Slots Ihres Mainboards befindet.
RHL
Red Hat Linux. Eine der populärsten Linux-Distributionen, zusammengestellt von der Firma Red Hat. Sie wurde im September 2003 eingestellt und ging im Fedora-Core-Projekt und in Red Hat Enterprise Linux auf.
ReiserFS
Das Reiser File System ist ein wichtiges Dateisystem, das Journaling unterstützt.
Repository
Ablage, in der Pakete hinterlegt werden. Ubuntu teilt seine Software in die vier Repositorys Main, Restricted, Universe und Multiverse ein. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
Restricted
Ubuntu teilt seine Software in die vier Repositorys Main, Restricted, Universe und Multiverse ein. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
RMS
Richard Matthew Stallman (geboren am 16. März 1953 in Manhattan, New York City). Ein USamerikanischer Informatiker und studierter Physiker. Stallman, der unter seinen Initialen RMS bekannt ist, gründete das GNU-Projekt und ist einer der frühesten und bekanntesten Protagonisten freier Software. Stallman hatte beträchtlichen Anteil am Erfolg von GNU/Linux – er ist der erste Präsident der Free Software Foundation.
Root
Der Root Account ist das Benutzerkonto mit Administratorrechten bei UNIX-artigen Betriebssystemen.
Rosetta
Ein Übersetzungsportal – mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
RPM
Rekursives Akronym für den RPM Package Manager. Das Paketformat und alle nötigen Software-Tools um RPM-Pakete zu erstellen, zu installieren und zu verwalten, wurden von der Firma Red Hat entwickelt und unter der GPL-Lizenz veröffentlicht (ursprünglich Red Hat Package Manager). Mit der Endung .rpm versehene Pakete sind für den Einsatz auf rpm-basierten Systemen kompiliert worden,z. B. RedHat, Fedora Core und Mandriva. Diese Pakete sind ohne zusätzlichen Aufwand (Transformation) nicht unter Ubuntu zu installieren.
SABDFL
Self Announced Benevolent Dictator ForLife, dt. »Selbst ernannter gütiger Diktator auf Lebenszeit«. Mit dem ironischen Titel eines Benevolent Dictator For Life (BDFL) werden in Open-Source-Projekten oftmals die anerkannten Leiter eines Projekts bezeichnet. Tatsächlich gibt es in Open-Source-Projekten keine wirklichen Diktatoren, da ein Fork (siehe Fork) eines bestehenden Projektes immer möglich ist. Linus Torvalds ist z. B. der BDFL für das große Projekt »Linux«.
SANE
Scanner Access Now Easy. Ein Application Programming Interface (API) für den Zugriff auf Scanner zur Datenerfassung über verschiedene Schnittstellen (USB, SCSI etc.) unter Linux. SANE ist die freie Linux-Alternative zu TWAIN als Programmierschnittstelle.
SCSI
Small Computer System Interface. Eine standardisierte, parallele Schnittstelle zur Datenübertragung zwischen Geräten auf einem Computer-Bus.
Scheduler
Werden auf einem Computer mehrere Prozesse gleichzeitig ausgeführt, so muss das Betriebssystem durch den »Scheduler« die vorhandenen Ressourcen auf die verschiedenen Prozesse aufteilen. Dieses Verhalten ist typisch für ein Multitasking-System.
Schooltool
Eine serverbasierte Kalenderverwaltung.
SELinux
Security-Enhanced Linux. Eine Erweiterung des Linux-Kernels. SELinux implementiert die Zugriffskontrollen auf Ressourcen im Sinne von Mandatory Access Control. SELinux wird maßgeblich von der NSA und von dem Linux-Distributor Red Hat entwickelt.
ShipIt
Mit diesem Versandservice können Sie sich kostenlos Ubuntu-, Kubuntu- und Edubuntu-Versionen der LTS-Versionen zusenden lassen. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
SID
Still In Development. Diese Abkürzung bezeichnet die Unstable-Version von Debian.
Slackware
Linux-Distribution, die eher im professionellen Umfeld zu finden ist. Slackware basiert auf SLS (Softlanding Linux System), der ersten umfassenden Linux-Distribution überhaupt.
SMB
Protokoll für Dateifreigaben in einem Netzwerk. SMB wird hauptsächlich in der Windows-Welt genutzt.
SMTP
Simple Mail Transfer Protocol. Standardprotokoll zum Versenden von E-Mails.
Spiftacity
Variante von Metacity mit aktiviertem Compositing; sie war nur für Ubuntu 6.10 verfügbar. Inzwischen ist diese Erweiterung standardmäßig in Metacity integriert und muss lediglich aktiviert werden.
SQL
Structured Query Language. Eine deklarativeDatenbanksprache für relationale Datenbanken.
sudo
substitute user do (oft aber fälschlicherweise als super user do bezeichnet). Ein Befehl unter UNIX und UNIX-artigen Betriebssystemen wie GNU/Linux, der dazu benutzt wird, Prozesse mit den Rechten eines anderen Benutzers, beispielsweise des Superusers Root, als mit denen des gerade angemeldeten Benutzers zu starten.
SUN
Ein im Silicon Valley ansässiger Hersteller von Computern und Software.
Supercomputer
Hochleistungsrechner, die zum Zeitpunkt ihrer Einführung im obersten realisierbaren Leistungsbereich operieren. Ein typisches Merkmal eines Supercomputers ist seine große Anzahl an Prozessoren, die auf einen sehr großen Hauptspeicher zugreifen. Seit geraumer Zeitetablieren sich vermehrt sogenannte Cluster, bei denen eine große Anzahl von (meist preiswerten) Einzelrechnern zu einem großen Rechner vernetzt werden. UNIX hat im Bereich der Supercomputer ein Monopol.
SUSE
SUSE Linux (SL) (ehemals SuSE Linux Professional, zukünftig openSUSE) ist eine Linux-Distribution der Firma Novell bzw. deren Tochterunternehmen Suse Linux GmbH (Software- und System-Entwicklungsgesellschaft mbH, Nürnberg).
SVR4
System V Release 4. Aktueller Entwicklungsstand von UNIX. Dieser Standard gilt seit 1989.
Swap
Eine »Tauschpartition« auf der Festplatte. Das Swapping beschreibt in der Informatik den Vorgang des Ein- und Auslagerns von Speichersegmenten vom Arbeitsspeicher auf die Festplatte (und zurück). Dieser Vorgang ist Teil der Segmentierung, einer speziellen Art der Speicherverwaltung in Betriebssystemen.
SyncML
Synchronization Markup Language. Plattformunabhängiger Standard der Open MobileAlliance (OMA) zur Datensynchronisation. Bei den Daten kann es sich um beliebige Informationen handeln, wie z. B. Adressen, Kalendereinträge, E-Mail-Nachrichten. Um den Datenabgleich zwischen unterschiedlichen Endgeräten über Hardware- und Systemgrenzen hinweg, unabhängig vom Hersteller der verwendeten Komponenten, zu ermöglichen, ist SyncML nicht als proprietäre Lösung, sondern als offener Standard ausgelegt. SyncML ist nicht auf eine bestimmte Netzwerkarchitektur festgelegt, möglich ist z. B. eine Synchronisation über das Internet, das Mobilfunknetz oder zwischen zwei direkt miteinander verbundenen Endgeräten. Jedes beliebige Gerät mit einem SyncML-konformen Client kann Daten mit einem SyncML-fähigen Server abgleichen. Typische Endgeräte, zwischen denen Daten abgeglichen werden können, sind PC, Mobiltelefone und Handcomputer.
Syscall
System-Call. Ein Aufruf von speziellen Kernel-Funktionen durch ein Programm, das im Userspace läuft.
TCP/IP
Die Internetprotokollfamilie (engl. internet protocol suite) ist eine Gruppe von rund 500 Netzprotokollen, die die Basis für die Netzkommunikation im Internet bilden. Synonym dazu wird auch die Bezeichnung TCP/IP-Protokoll-Familie verwendet. TCP bedeutet Transmission Control Protocol und kennzeichnet die Übertragung von Datenströmen im Internet.
TeX
Ein Satzprogramm von Donald E. Knuth. Es wird heute in der Regel mit dem Softwarepaket LaTeX verwendet.
Torvalds, Linus
Linus Benedict Torvalds (geboren am 28. Dezember 1969 in Helsinki, Finnland) ist Gründer des freien Software-Projekts Linux, das er bis heute koordiniert.
Tracker
Bug-Tracker sind in der Software-Entwicklung eingesetzte Computerprogramme, die als Werkzeug zur Erfassung und Dokumentation von Programmfehlern dienen.
Trojanisches Pferd
Als »Trojaner« bezeichnet man ein Programm, das als nützliche Anwendung getarnt ist, im Hintergrund aber ohne Wissen des Anwenders eine andere Funktion erfüllt. In Hinblick auf den Ursprung des Begriffs »Trojanisches Pferd« aus der Mythologie ist die gebräuchliche Kurzform nicht ganz unproblematisch, da die Trojaner eigentlich die Opfer des Trojanischen Pferdes geworden sind.
Trouble Ticket System
(Help-Desk-System). Eine Art von Software, um den Empfang, die Bestätigung, die Klassifizierung und die Bearbeitung von Benutzeranfragen (Trouble Tickets) zu handhaben.
Tux
Das offizielle Maskottchen des freien Betriebssystemkerns Linux. Der Name wurde von James Hughes als Ableitung von Torvalds UNIX vorgeschlagen.
Ubuntu Lite
Ein speziell für schwache Computer konzipiertes Ubuntu. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
Universe
Ubuntu teilt seine Software in die vier Repositorys Main, Restricted, Universe und Multiverse ein. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt auf Seite .
UNIX
Ein Mehrbenutzer-Betriebssystem, das Anfang der 70er-Jahre von den Bell Laboratories zur Unterstützung der Software-Entwicklung entwickelt wurde. UNIX bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch Betriebssysteme, die entweder ihren Ursprung im UNIX-System von AT&T (ursprünglich Bell Laboratories) haben oder dessen Konzepte implementieren. Linux basiert ebenfalls auf UNIX.
Update
Aktualisieren von Informationen oder Software, um sie auf dem neuesten Stand zu halten. Es ist zu beachten, dass Paket-Updates bei APT »Upgrades« heißen, während Debian beispielsweise »Sicherheits-Updates« für einzelne Paket bereitstellt.
Upgrade
Das Aktualisieren von Paketen.
upstart
Dieses Programm soll ein vollständiger Ersatz für das in UNIX-Systemen zum Starten von Prozessen verwendete init werden und wurde von den Ubuntu-Entwicklern eingeführt, hauptsächlich von James Scott Remnant. Upstart istereignisbasiert und soll die Probleme von init bezüglich Geschwindigkeit, wechselnder Hardware und dem Neustarten von Prozessen beheben. Zurzeit (April 2009) läuft upstart aber noch im Kompatibilitätsmodus und startet weiterhin die init-Skripte.
USB
Universal Serial Bus. Ein Bussystem zur Verbindung eines Computers mit Zusatzgeräten wie Mäusen, Telefonen oder Tastaturen. Hierbei werden die angeschlossenen Geräte ebenfalls mit Strom versorgt. Mit USB ausgestattete Geräte können im laufenden Betrieb miteinander verbunden werden (Hot-Plugging); angeschlossene Geräte und deren Eigenschaften können automatisch erkannt werden.
Userspace
Der Userspace ist ein Speicherbereich im Arbeitsspeicher, der für alle Programme und Daten genutzt wird, die nichts direkt mit dem Kernel zu tun haben. Diese haben damit aus Sicherheitsgründen keinen Zugriff auf den Speicherbereich des Kernels.
Vanderpool
Die Intel Virtualization Technology (Codename »Vanderpool«) ist eine von Intel entwickelte Technik, die in die hauseigenen Prozessoren intergiert ist und eine virtuelle Aufteilung des Computers ermöglicht. Diese Technik ist unabdingbar für das Ausführen von unmodifizierten Betriebssystemen wie Microsoft Windows in einer virtualisierten Umgebung (z. B. Xen).
VESA
Video Electronics Standards Association.Eine Organisation, in der sich über 100 Mitglieder zusammengeschlossen haben, um einheitliche Spezifikationen von Videostandards speziell für den Bereich der Computergrafik zu erstellen.
VirtualPC
Microsoft Virtual PC wird als Virtualisierungssoftware für Windows wie auch als x86-Emulator für Mac OS X angeboten. Es ist Bestandteil des Produkts Microsoft-Office-Professional für Mac OS X. Mit Virtual PC wird ein kompletter PC virtualisiert bzw. emuliert. Das heißt, mithilfe einer sogenannten virtuellen Maschine wird ein PC nachgebildet. Dadurch wird es möglich, mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf nur einem PC zu betreiben.
Virus
Ein Computervirus ist ein sich selbst reproduzierendes Computerprogramm, das sich in andere Computerprogramme einschleust. Die Klassifizierung als Virus bezieht sich hierbei auf die in der Regel schädliche Verbreitungs- und Infektionsfunktion.
Virtuelle Speicherverwaltung
Eine spezielle Implementierung einer Speicherverwaltung in einem Computer. Sie findet heute in beinahe allen modernen Betriebssystemen Verwendung.
Virtueller Server
Ein virtueller Server ist ein Server, der sich aus Anwendersicht wie ein physikalischer Server verhält, jedoch keinen physischen Host repräsentiert. Häufig residieren mehrere virtuelle Server (Gast-Systeme) auf einem physischen Host (Gastgeber-System).
VFS
Virtual File System. Eine Abstraktionsschicht oberhalb konkreter Dateisysteme. Alle anderen Dateisysteme werden an sogenannten Mountpoints integriert und sind so transparent für den Benutzer.
VMware
VMware Inc. ist eine Softwarefirma, die sich auf Emulation und Virtualisierung spezialisiert hat. Ihr bekanntestes Produkt ist die »VMware Workstation«. Ende 2003 wurde VMware von der EMC Corporation übernommen. Mit VMware lassen sich mehrere Maschinen mit verschiedenen Betriebssystemen gleichzeitig virtualisieren. Die virtualisierten Betriebssysteme sind in Abhängigkeit vom Speicherausbau etwas langsamer als vergleichbare Installationen auf identischer Hardware.
W3C
Das World Wide Web Consortium (W3C) ist das Gremium zur Standardisierung von Techniken, die das World Wide Web betreffen. Gründer und Vorsitzender des W3C ist der Brite Tim Berners-Lee, der auch als der Erfinder des World Wide Web bekannt ist. Das W3C wurde 1994 gegründet.
Warty Warthog
Entwicklungsbezeichnung für die Version Ubuntu 4.10. Mehr dazu erfahren Sie in Abschnitt ab Seite .
Wiki
Ansammlung von HTML-Seiten im Internet, die von jedem registrierten Leser selbst ergänzt und korrigiert werden können. Der Name stammt von wikiwiki, dem hawaiianischen Wort für »schnell«.
WLAN
Abkürzung für Wireless LAN, ein Netzwerk, das über Funkverbindungen hergestellt wird.
WWW
World Wide Web. Das Internet.
WYSIWYG
What You See Is What You Get (»Was du siehst, ist, was du bekommst.«). Beim Prinzip des WYSIWYG wird ein Dokument während der Bearbeitung am Bildschirm genauso angezeigt, wie es bei der Ausgabe über ein anderes Gerät, z. B. einen Drucker, aussieht.
X11
Das X-Window-System (X Version 11 oder X11) ist eine Sammlung von Protokollen, Computerprogrammen und Standards zur Ansteuerung grafischer Bildschirme und zur Anzeige einer grafischen Benutzeroberfläche.
XEN
Open-Source-virtuelle-Maschinen-Monitor (VMM), der unter der GNU General Public License (GPL) steht und an der Universität Cambridge entwickelt wird. Xen läuft direkt auf der x86-Hardware. Diese wird für die darauf laufenden Systeme (Domains) paravirtualisiert. Dabei wird eine sehr hohe Performance erzielt, da die Hardware nicht emuliert wird, sondern den Gastsystemen mit einem sehr kleinen Overhead zur Verfügung gestellt wird.
XFCE
Ein ressourcenschonendes Desktop-Environment. Mitgelieferte Programme sind unter anderem der Fenstermanager Xfwm4 und der Dateimanager Thunar. Außerdem verfügt Xfce über verschiedene Themes. Anfangs basierte Xfce auf der XForms-Bibliothek, daher stand das Akronym ursprünglich für XForms Common Environment, kurz XFCE. Da neuere Versionen von Xfce nicht mehr auf XForms aufbauen ist das Akronym inzwischen jedoch ohne Bedeutung.
XGL
Implementierung des X-Window-Systems, die durch OpenGL hardwarebeschleunigt ist. Sie befindet sich gegenwärtig in der Frühphase ihrer Entwicklung. XGL soll auf dem Linux-Desktop zusätzliche Effekte wie Transparenz, Schattierungen oder Animationen ermöglichen, die die 3D-Funktionen moderner Grafikkarten ohne zusätzliche Belastung des Prozessors ausnutzen.
XML
Extensible Markup Language (dt. »erweiterbare Auszeichnungssprache«). Ein Standard zur Modellierung von halbstrukturierten Daten in Form einer Baumstruktur, der vom World Wide Web Consortium (W3C) definiert wird. XML definiert also Regeln für den Aufbau von Dokumenten, die Daten enthalten, die zum Teil einer fest vorgegebenen Struktur entsprechen.
X/Open
Ein Standardisierungsgremium, das die Grundlage für die Entwicklung einer gemeinsamen Anwendungsumgebung geschaffen hat. Es baut auf POSIX und dem X-Window-System des MIT auf.
Xubuntu
Ubuntu mit der Arbeitsumgebung XFCE als Standard. Mehr dazu erfahren Sie in Kapitel ab Seite .
Zeta
Ein alternatives Betriebssystem.
Zombie
Als Zombie bezeichnet man vor allem in UNIX-ähnlichen Betriebssystemen (z. B. Linux) ein Programm, das nicht mehr läuft, aber trotzdem noch in der Tabelle der laufenden Programme aufgeführt wird.



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