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Professionelle Bücher. Auch für Einsteiger.

Inhaltsverzeichnis
2 Arbeitsweisen von Lightroom
4 Das RAW-Datenformat
5 Die Arbeitsoberfläche
6 Arbeiten mit Katalogen
Stichwort

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Adobe Photoshop Lightroom von Istvan Velsz
Das Praxisbuch fuer den digitalen Foto-Workflow. Aktuell zu Version 1.2
Buch: Adobe Photoshop Lightroom

Adobe Photoshop Lightroom
gebunden, komplett in Farbe, mit DVD
365 S., 39,90 Euro
Galileo Design
ISBN 978-3-8362-1097-3
Pfeil 5 Die Arbeitsoberfläche
  Pfeil 5.1 Module
  Pfeil 5.2 Bedienelemente
    Pfeil 5.2.1 Menüleiste
    Pfeil 5.2.2 Erkennungstafel mit Erkennungsgrafik
    Pfeil 5.2.3 Linke Bedienfeldpalette
    Pfeil 5.2.4 Rechte Bedienfeldpalette
    Pfeil 5.2.5 Das Ansichtsfenster
    Pfeil 5.2.6 Die Werkzeugleiste
    Pfeil 5.2.7 Filmstreifen
  Pfeil 5.3 Voreinstellungen
    Pfeil 5.3.1 Register »Allgemein«
    Pfeil 5.3.2 Register »Vorgaben«
    Pfeil 5.3.3 Register »Importieren«
    Pfeil 5.3.4 Register »Externe Bearbeitung«
    Pfeil 5.3.5 Register »Dateiverwaltung«
    Pfeil 5.3.6 Register »Benutzeroberfläche«
  Pfeil 5.4 Einstellen des Bildmodus
  Pfeil 5.5 Die Dateistruktur von Lightroom
    Pfeil 5.5.1 Die Vorgaben-Dateien
    Pfeil 5.5.2 Die Lightroom-Datenbank


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5.2 Bedienelemente  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Das Anwendungsfenster von Lightroom ist in sechs Bereiche unterteilt. Diese finden sich in allen Modulen, wenn auch mit entsprechend geänderten Funktionen. Werden die Bedienelemente nicht gebraucht, können sie auch weggeklappt werden, um mehr Platz für die anderen Bereiche zu haben.

Abbildung 5.3 Die Menüleiste stellt nur die Befehle zur Verfügung, die für das jeweilige Modul benötigt werden.


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5.2.1 Menüleiste  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Natürlich hat Lightroom – wie alle anderen Programme auch – eine Menüleiste. Diese wird aber nur sehr selten verwendet, da sich fast alle Funktionen, die darüber aufzurufen sind, auch über das Anwendungsfenster durchführen lassen. Sie passt sich je nach dem verwendeten Modul an. In den Ausgabemodulen Diashow, Drucken und Web gibt es beispielsweise keine Bilbliotheksfunktionen.

Nur Befehle für globale Einstellungen müssen über das Menü aufgerufen werden. Alternativ können die meisten auch über das Klicken mit der rechten Maustaste an Stellen ausgeführt werden, an denen sie sinnvoll sind. Ein Foto lässt sich beispielsweise über das Menü wie auch über den Rechtsklick im Bibliotheksmodul löschen.


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5.2.2 Erkennungstafel mit Erkennungsgrafik  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die Erkennungstafel besitzt nur eine wichtige Funktion. Sie dient zum Umschalten zwischen den Modulen Bibliothek, Entwickeln, Diashow, Drucken und Web. Diese lassen sich per Klick auf einen Modulnamen oder per Tastenkürzel aufrufen. Hat man sich die Tastenkürzel einmal eingeprägt, kann man die Tafel per Klick auf den Pfeil auch komplett ausblenden.

Zur Anpassung an den eigenen Geschmack kann die Erkennungsgrafik auch komplett gegen ein eigenes Bild ausgetauscht werden. In der Grundeinstellung zeigt Sie das Programmlogo und die Versionsnummer an. Die Schriftart und -größe der Modulbezeichnungen kann ebenfalls angepasst werden. Die personalisierte Erkennungsgrafik können Sie auch in der Diashow einblenden, mitdrucken oder als Kopfzeile in einer Webgalerie verwenden. Es besteht sogar die Möglichkeit, mehrere Erkennungsgrafiken zu definieren. So lassen sich bei der Diashow, beim Drucken oder in der Webgalerie auf die Ausgabe hin optimierte Grafiken generieren.

Abbildung 5.4 Die Erkennungstafel mit Modulumschaltung und Erkennungsgrafik

Abbildung 5.5 Erstellt man eine Grafik mit 60 Pixel Höhe und Monitorbreite, kann die Erkennungstafel nach eigenen Wünschen gestaltet werden.

Schritt für Schritt: Eigene Erkennungstafel konfigurieren
1 Generieren der Erkennungstafel

Um eine eigene Erkennungstafel zu erstellen, benötigen Sie ein externes Bildbearbeitungsprogramm – etwa Adobe Photoshop.

In diesem erstellen Sie eine Grafik, die unbedingt 60 Pixel hoch sein muss. Die Breite der Erkennungstafel richtet sich nach der Breite Ihres Monitors. Wollen Sie die Erkennungstafel auf mehreren Rechnern verwenden oder arbeiten Sie mit einer Zweischirmlösung, dann nehmen Sie die Breite des höher aufgelösten Monitors.

Falls Sie ein Logo in die Erkennungstafel integrieren wollen, achten Sie darauf, dass sich dieses nur in der linken Hälfte befinden darf, da es sonst von den Modulbezeichnungen überlagert wird.

Speichern Sie die Erkennungstafel als PSD, TIFF, JPEG, PNG, GIF oder als PDF-Datei ab.

Abbildung 5.6 Alternativ zur eigenen grafischen Erkennungstafel kann man auch eine einfache Texttafel verwenden. Dafür aktivieren Sie einfach die Option »Formatierte Texterkennungstafel verwenden« statt der Option für die grafische Erkennungstafel.

2 Aktivieren der eigenen Erkennungstafel

Zum Konfigurieren der Erkennungstafel rufen Sie am Mac den Menüpunkt Lightroom • Einrichtung der Erkennungstafel bzw. unter Windows Bearbeiten • Einrichten der Erkennungstafel auf. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Erkennungstafel aktivieren.

3 Erkennungstafel speichern

Über das Dropdown-Menü daneben können Sie Ihre Einstellungen speichern, nachdem Sie alle Konfigurationen vorgenommen haben, um schneller zwischen mehreren Erkennungstafeln umzuschalten. Sie können beispielsweise auch in der Diashow eine andere Erkennungstafel einblenden, die höher als 60 Pixel ist.

4 Eigene grafische Erkennungstafel laden

Aktivieren Sie die Option Grafische Erkennungstafel verwenden und laden Sie diese, nachdem Sie die erscheinende Schaltfläche Datei suchen angeklickt haben, über den Dialog des Dateibrowsers. Nach dem Auswählen der eigenen Erkennungstafel sollte diese links im Vorschaufenster abgebildet werden.

5 Schriften für Modulbezeichnung wählen

Rechts neben der Vorschau der Erkennungstafel sehen Sie die Vorschau für die Modulbezeichnungen. Darunter befinden sich zwei Dropdown-Menüs. Über diese können Sie die Schrift, den Schriftschnitt, die Größe und die Farbe definieren. Das linke Farbkästchen dient zur Festlegung des aktiven Moduls.   PfeilL

 


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5.2.3 Linke Bedienfeldpalette  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die vertikale Bedienfeldpalette links stellt übergeordnete Verwaltungsfunktionen zur Verfügung. Alle Funktionen, die Sie über dieses Menü aufrufen, dienen der Auswahl. Sie sind Voreinstellungen, die fest vorgegeben sind oder die Sie als Preset (Vorgabe) gespeichert haben, oder sie betreffen den Arbeitsablauf. Die Funktionen des Bedienfeldes ändern sich je nach verwendetem Modul wie folgt:

Bibliothek | Hier weisen Sie Bildern in der linken Palette Stichwörter, Metadaten, Kollektionen, Ordner usw. zu und können darüber Auswahlen von Bildern vornehmen bzw. Bildbestände nach beliebigen Kriterien filtern:

Abbildung 5.7 Das linke Bedienfeld in der Bibliothek dient als Verwaltungszentrale. Hier können die Bilder nach Such- oder Filterkriterien per Mausklick sortiert werden.

  • Navigator: Hier wird das rechts ausgewählte Bild in einer Vorschau angezeigt. Sie können es auch einzoomen, der angezeigte Bildausschnitt wird dann mit Positionsrahmen in der Bildminiatur gezeigt.
  • Bibliothek: Hier finden Sie automatische Zusammenstellungen von Bildern aus dem letzten Import, aus allen bisher importierten Fotos, aus Schnellkollektionen sowie fehlende Bilder und fehlerhafte Bilder.
  • Suchen: Hier können Sie eine Volltextsuche in Metadaten und Stichwörtern durchführen und dabei auch nach Datumsangaben filtern.
  • Ordner: Hier können Sie importierte Bilderordner anzeigen oder per Klick auf das Pluszeichen in den Dateibrowser gehen, um weitere Ordner in Lightroom einzubinden.
  • Kollektionen: Haben Sie Bilder in Kollektionen zusammengefasst, können Sie diese hier aufrufen. Ein Bild kann dabei auch in mehreren Kollektionen eingebunden sein. Über das Pluszeichen können Sie neue Kollektionen erstellen.
  • Stichwort-Tags: Haben Sie Bildern in Photoshop Lightroom Stichwörter zugewiesen, können Sie hier auf die Stichwörter klicken und die ihnen zugewiesenen Bilder anzeigen.
  • Metadatenbrowser: Hier können Sie Bilder nach allen verfügbaren Metadaten filtern – etwa nach Kameratyp, Blende oder Objektiv.
  • Importieren/Exportieren: Über diese beiden Schaltflächen können Sie Bilder von Festplatte, Wechseldatenträger oder Speicherkarte in Lightroom laden bzw. darauf auslagern.

Entwickeln | Im zweiten Modul dient das Bedienfeld nicht nur dem Zuweisen von Vorgaben, sondern zeigt auch den Verlauf Ihrer bereits ausgeführten Bearbeitungsschritte an. Im Einzelnen finden Sie hier die Rubriken:

Abbildung 5.8 Globale Vorgaben, nur für das Bild gültige Schnappschüsse und ein Entwicklungsprotokoll finden Sie der linken Bedienfeldpalette des Entwickeln-Moduls.

  • Navigator: Die Vorschau des Bildes funktioniert hier genauso wie in der Bibliothek – ebenso die Zoomfunktion mit dem Positionsrahmen in der Miniaturansicht.
  • Vorgaben: Hier können Sie vordefinierte Entwicklungseinstellungen auf ein Bild anwenden – aus den mitgelieferten Lightroom-Vorgaben oder aus eigenen, benutzerdefinierten Vorgaben, die Sie über das Pluszeichen erstellen können.
  • Schnappschüsse: Hier können Sie als Schnappschüsse gespeicherte Zwischenstufen aus einer Entwicklung aufrufen. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn man verschiedene Entwicklungen vergleichen will. Sie machen einen Schnappschuss von der gegenwärtigen Entwicklungsstufe des rechts angezeigten Bildes, indem Sie auf das Pluszeichen klicken.
  • Protokoll: Hier wird Ihnen eine Liste der ausgeführten Entwicklungsschritte des ausgewählten Bildes angezeigt. Sie können zwischen den Stufen hin- und herspringen, etwa wie in der Protokoll-Palette von Photoshop.

Diashow, Drucken, Web | Bei diesen Modulen können Sie über das linke Bedienfeld Vorgaben wie zum Beispiel fertige Layouts, Rahmen usw. laden. Zusätzlich wird die gewählte Präsentation immer als Vorschau gezeigt.

Abbildung 5.9 Das linke Bedienfeld des Diashow-Moduls mit Vorschau und Vorlagenbrowser

Abbildung 5.10 Das linke Bedienfeld des Web-Moduls mit Vorschau und Vorlagenbrowser für HTML- und Flash-Galerien

Abbildung 5.11 Das linke Bedienfeld des Drucken-Moduls mit Layoutvorschau und Vorlagenbrowser für Seitenraster

  • Vorschau: Die Vorschau zeigt das Dia, den Abzug usw. immer mit den aktivierten Einstellungen an. Bewegen Sie im linken Bedienfeld die Maus über eine Vorgabe, so wird das Vorschaubild entsprechend verändert. So können Sie die Auswirkungen sehen, bevor diese zugewiesen werden.
  • Vorlagenbrowser: Aus der Liste können Sie in Lightroom mitgelieferte oder selbst erstellte Vorlagen direkt auf Ihre Bildauswahl anwenden.

TIPP: BEDIENELEMENTE VERDECKEN
Durch Klicken auf das kleine Dreieck am Rand der Bedienfelder können Sie einzelne Bedienbereiche ein- und ausblenden. Über das Drücken der rechten Maustaste können Sie das Verdecken mit verschiedenen Optionen regeln:
  • Automatisch ein- und ausblenden: Damit wird das Bedienfeld angezeigt, wenn Sie den Mauszeiger an den äußeren Rand des Anwendungsfensters bewegen, und blendet es wieder aus, wenn Sie den Zeiger weg bewegen.
  • Automatisch ausblenden: Diese Option blendet das Bedienfeld aus, wenn Sie den Zeiger vom Bedienfeld weg bewegen. Öffnen können Sie es manuell durch Anklicken des kleinen Dreiecks.
  • Manuell: Hiermit blenden Sie die Bedienfelder durch Klicken auf das Dreieck am Rand ein und aus.
  • Gesperrt öffnen: Damit wird das Bedienfeld immer eingeblendet, unabhängig von anderen Definitionen. Sinnvoll ist diese Einstellung nur bei der Erkennungstafel und beim Filmstreifen.


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5.2.4 Rechte Bedienfeldpalette  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Im rechten Bedienfeld können Sie in allen fünf Modulen sämtliche Einstellungen an Ihren Bildinformationen, Entwicklungen und Präsentationen vornehmen. Hier findet die eigentliche Bearbeitung statt. Es gibt unzählige Einstellparameter, die – je nach Art ihrer Auswirkung – gruppiert sind. Das schafft mehr Überblick. Ist Ihnen die Viefalt der Regler zu hoch, können Sie einzelne Gruppen auch ausblenden.

Bibliothek | Nach dem Import können Sie hier eine erste grobe Bearbeitung der Bilder durchführen. Des Weiteren können Sie direkt Stichwörter zu einzelnen oder einer Auswahl von Bildern über ein Textfeld eingeben. Zur schnelleren Zuweisung helfen die Stichwortsets. Ebenso können Metadaten betrachtet und eingestellt werden. Im Einzelnen:

Abbildung 5.12 Die rechte Bedienfeldpalette des Bibliothek-Moduls bietet Schnellentwicklung, Stichwortverwaltung und Bildangaben.

  • Histogramm: Hier können Sie gleich bei der Bildauswahl einen Eindruck von der Farb- und Helligkeitsverteilung im ausgewählten Bild gewinnen. Diese kann schon mal ein gelungenes Bild von einem weniger gelungenen unterscheiden.
  • Ad-hoc-Entwicklung: Hier können Sie in einer Schnellentwicklung erste, grobe Korrekturen schon während der Durchsicht der Bilder durchführen. Das kann helfen, viele Bilder in kurzer Zeit zumindest so aufzubereiten, dass sie beispielsweise beim Kunden präsentiert werden können.
  • Stichwörter festlegen: Hier können Sie neue Stichwörter eingeben oder bereits bestehende Stichwörter zuweisen. Auf die Dauer werden dabei viele Stichwörter zusammenkommen. Daher bietet es sich an, zueinander passende Stichwörter in Sätzen zu gruppieren. Die einzelnen Sätze können hier aufgerufen werden. Die darin liegenden Stichwörter werden darunter angezeigt.
  • Metadaten: In der letzten Gruppe können Sie die Bildinformationen in den Metadaten der Bilder einsehen und zum Teil auch verändern. In dem Dropdown-Menü können Sie verschiedene Metadaten-Kategorien aufrufen.

Entwickeln | Hier findet die eigentliche Bearbeitung und Entwicklung der Bilder statt. Über die vielen Regler in dieser Palette werden Farbeindruck, Helligkeit, Kontrast, Schärfe, Rauschen und alle anderen Parameter eines Bildes verändert. Hier werden sämtliche Korrekturen und Optimierungen vorgenommen. Die Palette unterteilt sich in acht Gruppen:

Abbildung 5.13 Zweigeteilte Darstellung der rechten Bedienfeldpalette des Entwickeln-Moduls: Hier werden die Bildkorrekturen vorgenommen.

  • Histogramm: Gerade bei der Bearbeitung Ihrer Bilder sollten Sie die Farb- und Helligkeitsverteilung im Auge behalten – insbesondere wenn Sie Belichtungs- oder Farbkorrekturen vornehmen. Sie können die Kurven mit einem Anfasser strecken oder stauchen.
  • Grundeinstellungen: Hier geht es um die wichtigsten Parameter für die Basisentwicklung Ihrer Bilder. Eingestellt werden zum Beispiel Weißabgleich, Belichtung, Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Lichter und Schatten.
  • Gradationskurve: In dem Diagramm sind Tonwert- und Gradationskurve zugleich abgebildet. Sie können mit beiden Werkzeugen das Kontrastverhalten Ihrer Bilder feineinstellen – ganz so wie in Adobe Photoshop CS3, wo die neuen Gradationskurven aus Lightroom übernommen wurden.
  • HSL/Farbe/Graustufen: Über die drei Register, die Sie über den kleinen Pfeil links auch noch weiter ausklappen können, lassen sich Ton, Sättigung und Helligkeit der Farben im Bild feinregeln. HSL und Farbe führen zu gleichen Ergebnissen, bieten aber unterschiedliche Wege dazu an. Graustufen ermöglicht eine kanalbasierte Entfärbung des Bildes – ganz ähnlich wie mit der neuen Schwarzweißfunktion in Adobe Photoshop CS3.
  • Teiltonung: Hier können die Farbtöne in Lichtern und Schatten separat verändert werden.
  • Details: Diese Gruppe für die Bildkorrektur dient zum Schärfen des Bildes und zum Filtern von digitalem Rauschen, wie es etwa durch hohes ISO erzeugt wird.
  • Objektivkorrektur: Hier können Sie zwei der wichtigsten Abbildungsfehler korrigieren, die durch die Optik Ihrer Kamera verursacht werden: Sie können gezielt einer chromatischen Aberration entgegenwirken sowie einer Abdunklung zum Bildrand hin, einer sogenannten Vignettierung.
  • Kamerakalibrierung: In dieser Gruppe können Sie ein Kameraprofil benutzen oder Ihre Kamera nachträglich nachkalibrieren – etwa wenn es zu Farbstichen durch einer unzureichenden Farbkalibrierung des Sensors kommt.

Diashow | Die Einstellungen in dieser Gruppe betreffen die Art der Präsentation Ihrer Bilder in einer Diashow. Sie legen die Darstellungsgröße der Bilder fest, die Art des Rahmens, die Anzeigedauer pro Bild usw.

Abbildung 5.14 Zweigeteilte Darstellung der rechten Bedienfeldpalette des Diashow-Moduls. Hier werden die Darstellungsparameter der Präsentation eingestellt.

  • Optionen: Hier nehmen Sie die Einstellungen für das Einpassen der Bilder sowie für Konturen und Schatten vor.
  • Layout: Definieren Sie hier den Abstand, den das Bild zum Rand einnimmt. Die Hilfslinien sind dabei nützlich.
  • Überlagerungen: Hier bestimmen Sie, ob und wie Erkennungstafel, Bewertungssterne und Text eingeblendet werden sollen.
  • Hintergrund: Gestalten Sie Ihre Diashow hier mit Hintergrundfarben oder -bildern.
  • Abspielen: Hier bestimmen Sie, wie lange ein Bild angezeigt werden soll und ob die Bilder in einer zufälligen Reihenfolge präsentiert werden. Sie können sogar einen Ordner mit Musikdateien als Soundtrack anbinden.

Drucken | Gedruckt werden können aus Lightroom heraus sowohl Einzelbilder als auch Kontaktbögen. Über das rechte Bedienfeld können Sie die Bildanzahl pro Seite, die Größe und auch Beschriftungen festlegen. Das zentrale Ansichtsfenster wird dabei dynamisch aktualisiert.

  • Bildeinstellungen: Hier legen Sie die Darstellung Ihrer Bildes auf der Seite beziehungsweise innerhalb eines Feldes auf einem Kontaktbogen fest. Über Kontur verleihen Sie den Bildern einen Rand.
  • Layout: Mit dieser Option legen Sie die Seitenränder fest und ebenso, wie viele Bilder auf einer Abzugseite gedruckt werden sollen.
  • Überlagerungen: Bei dieser Option geht es um das Einbinden zusätzlicher Elemente in die Druckseite. Zur Verfügung stehen dafür eine Erkennungstafel, Bewertungssterne und zusätzlicher Text.
  • Druckauftrag: Hier konfigurieren Sie Ihre Drucker und das Farbmanagement Ihres Geräteworkflows. Zusätzlich können auch Farbprofile für verschiedene Drucker eingebunden werden, um die Farben auf Drucker wie auch auf verwendetem Fotopapier zu optimieren. Bilder, die gedruckt werden sollen, können hier auch leicht geschärft werden.

Abbildung 5.15 Zweigeteilte Ansicht des Drucken-Moduls. Hier finden Sie Einstellungen zu Seitenaufteilung und Druckqualität.


TIPP: BEDIENFELDER VERDECKEN
Durch Rechtsklicken auf die Gruppenbezeichnungen in den Bedienfeldern rechts und links können einzelne Parametergruppen komplett verdeckt werden. Das Sternchen neben einer Gruppe bedeutet, dass dies die aktuell aktive Gruppe ist.
Entfernen Sie das Häkchen links neben einer Gruppenbezeichnung, wird diese aus dem Bedienfeld entfernt. Sie kann aber über das Menü wieder angezeigt werden.
Der Solomodus erweiter immer nur die aktive Gruppe. Wird eine andere Gruppe durch Anklicken der entsprechenden Kopfzeile aktiviert und geöffnet, werden andere offene Gruppen geschlossen.

Web | In dem Bedienfeld des Web-Moduls können Sie Ihre Webgalerie konfigurieren und die Ausgabe als HTML oder Flash-Film bestimmen. Je nach Galerieart stehen Ihnen entsprechende Einstellmöglichkeiten zur Verfügung. Die Galerie kann auch gleich auf einen Webserver übertragen werden.

Abbildung 5.16 Dreigeteilte Darstellung der rechten Bedienfeldpalette des Web-Moduls zum Bearbeiten von HTML- und Flash-Galerien.

  • Galerie: Wählen Sie hier die Art der Galerie aus – Flash oder HTML.
  • Site-Informationen: Verleihen Sie Ihrer Galerie in diesem Feld die notwendige Beschriftung mit Titel, Beschreibungen, Kontaktdaten etc.
  • Farbpalette: Hier legen Sie die Farben für Hintergrund, Text und Links fest.
  • Erscheinungsbild: Die weitere Gestaltung nehmen Sie hier vor, indem Sie das Layout der Übersichtsseiten und einige visuelle Effekte vorgeben.
  • Bildinformationen: Geben Sie hier an, welche Daten zu den Bildern auf den Seiten angezeigt werden – man kann dabei auf die Metadaten verlinken.
  • Ausgabeeinstellungen: Hier werden Einstellungen zur Qualität (und damit auch zur Größe von JPEG-Bilddateien) und zu Wasserzeichen vorgenommen.
  • Ausgabe: Hier können Sie Ihren FTP-Zugang für den Upload auf einen Webserver sowie die Vorschau im Browser konfigurieren.

Abbildung 5.17 Im Zentrum des Programmfensters befindet sich das Ansichtsfenster. Hier ist die Rasteransicht der Bibliothek abgebildet.


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5.2.5 Das Ansichtsfenster  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Die Raster- oder Bildansicht in der Mitte des Fensters ist der größte und zentrale Arbeitsbereich in Lightroom. Hier wird je nach Modul eine entsprechende Darstellung mit einer Live-Vorschau der getroffenen Bearbeitungen angezeigt. Die Bibliothek bietet eine Übersicht über die Bilder aus aufgerufenen Ordnern, Kollektionen oder Filtern. Das Entwickeln-Modul zeigt das darin geöffnete Bild in einer großen Ansicht an und gibt auch gleich die im rechten Bedienfeld vorgenommenen Bearbeitungen wieder. Einige Bearbeitungen können auch direkt in der Ansicht durchgeführt werden. Die drei Präsentationsmodule zeigen die Diashow, Druckseite und Webgalerie an, an der man gerade arbeitet.


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5.2.6 Die Werkzeugleiste  Zur nächsten ÜberschriftZur vorigen Überschrift

Abbildung 5.18 Die Werkzeugleiste stellt Funktionen abhängig vom gewählten Modul und der Ansichtsart zur Verfügung. Hier die Werkzeugleiste des Bibliothek-Moduls

Unterhalb des zentralen Ansichtsfensters befindet sich die Werkzeugleiste von Lightroom. Abhängig vom Modul enthält auch diese jeweils andere Steuerelemente – in der Bibliothek zum Beispiel zum Durchsuchen, zum Arbeiten mit Stichwörtern oder Metadaten und zum Wechseln der Anzeige der Bilder, im Entwickeln-Modul kleinere Bearbeitungswerkzeuge sowie bei den drei Präsentationsmodulen eine Abspielleiste zum Starten der Diashow und zum Blättern zwischen Druck- und Webseiten.

Bibliotheks-Werkzeugleiste | In der Bibliothek betreffen wichtige Schaltflächen das Wechseln der Ansicht. Je nach Ansicht ändern sich die Zusatzwerkzeuge der Leiste. In der Rasteransicht lassen sich zum Beispiel auch über die Menüleiste Sterne, Farbmarkierungen usw. vergeben.

  • Rasteransicht: Damit werden alle Bilder eines Ordner, Kollektionen, Stichwortauswahl oder Metadatenauswahl im Ansichtsfenster als kleine Thumbnails in einem Raster angezeigt.

    Abbildung 5.19 Werkzeugleiste der Rasteransicht des Bibliothek-Moduls

  • Erfassungsansicht/Überprüfungsansicht: Hier werden selektierte Bilder nebeneinander dargestellt – zum Zusammenstellen einer Serie oder für eine Auswahl der besten Bilder.

    Abbildung 5.22 Werkzeugleiste zur Überprüfung und Zusammenstellung von Bildern im Bibliothek-Modul

    Entwickeln-Werkzeugleiste | Auch im zweiten Modul kann in der Menüleiste die Ansicht gewechselt werden. Darüber hinaus gibt es drei einfache Bearbeitungswerkzeuge.

  • Vorher-nachher-Vergleich: Hier wird das Bild einmal ohne und einmal mit den Parameterauswirkungen aus der Entwicklung angezeigt.

    Abbildung 5.24 Vergleichsansicht zwischen Vorher- und Nachher

  • Freistellung: Mit diesem Tool können Freistellungsrahmen aufgezogen und Bilder ausgerichtet werden.

    Abbildung 5.25 Werkzeugleiste zum Beschneiden und Ausrichten

  • Rote Augen: Dieser einfache Filter entfernt rote Augen, die durch frontales Blitzen entstanden sind.

    Abbildung 5.26 Entfernung des Rote Augen-Effekts bei Blitzlichtporträts

  • Kopierstempel: Dieser Stempel ist der kleine Bruder des mächtigen Stempels aus Photoshop. Es lassen sich damit Flecken und andere Störungen, beispielsweise durch Staub auf dem Sensor, wegretuschieren. Mehr darüber erfahren Sie auf Seite 266.

    Abbildung 5.27 Werkzeugleiste zum Entfernen von Staub und kleinen Fehlern

Diashow-Werkzeugleiste | Die Werkzeugleiste der Diashow zum Navigieren zwischen den einzelnen Dias, zum Drehen von Bildern, Abspielen und dem Erstellen von Textfeldern.

Abbildung 5.28 Werkzeugleiste des Diashow-Moduls

Drucken-Werkzeugleiste | Hier finden Sie die Seitennavigation und Schaltflächen zum Konfigurieren der Seiteneinstellungen.

Abbildung 5.29 Werkzeugleiste des Drucken-Moduls

Web-Werkzeugleiste | Hier finden Sie die Seiten- und Bildnavigation und die Schaltfläche zur Vorschau der Webgalerie im Webbrowser.

Abbildung 5.30 Werkzeugleiste des Web-Moduls


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5.2.7 Filmstreifen  topZur vorigen Überschrift

Unter der Menüleiste befindet sich der letzte Bereich der Arbeitsoberfläche in Lightroom: Der Filmstreifen stellt eine Art Mini-Bibliothek Ihrer Bilder dar. Dort werden auch in den Modulen Entwickeln bis Web alle Bilder angezeigt, die im Bibliotheksmodul angezeigt werden. Wird die Auswahl dort über die Filterung nach Kollektionen, Stichwörtern etc. eingeschränkt, geschieht dies auch gleichzeitig im Filmstreifen in den anderen Modulen.

Abbildung 5.31 Über den Filmstreifen lassen sich einzelne Bilder auswählen, ohne dass man dafür extra in die Bibliothek wechseln muss.

Über die Schaltfläche zur Bibliothek-Rasteransicht wechseln Sie zur entsprechenden Ansicht im Bibliotheksmodul. Mit Hilfe der Pfeiltasten wird durch die vorherigen Ansichten und durch die zuvor verwendeten Modulen geschaltet – eine Art History nur für die verwendeten Ansichten und Module. Zusätzlich erhalten Sie noch Angaben zur aktuellen Bildauswahl. Durch das Anklicken des kleinen Dreiecks am Ende öffnet sich ein Dropdown mit den zuletzt dargestellten Bildauswahlen.

Unabhängig davon lassen sich im Filmstreifen über die Schaltflächen rechts darüber zusätzliche Filter nach Bewertung, Farbetiketten oder Markierungsstatus anwenden und somit die Auswahlen schnell weiter einschränken.

Die Auswahl von einer Reihe von Bildern im Filmstreifen schränkt in den Modulen Diashow, Drucken und Web die jeweils in den Präsentationen verwendeten Bilder ein. Nur die unten ausgewählten Bilder werden gedruckt, präsentiert oder als Webgalerie übernommen. Ist kein Bild ausgewählt, werden automatisch alle Bilder aus dem Filmstreifen verwendet.



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