6.2 Katalogeinstellungen 

Jeder Katalog besitzt in Lightroom seine eigenen Voreinstellungen. Diese schreiben zum Beispiel das Bakkup-Intervall, die Vorschaugrößen oder das Verarbeiten der Metadaten fest. Das Voreinstellungsmenü erreichen Sie über den Menübefehl Datei • Katalogeinstellungen.
Abbildung 6.2 Katalogeinstellungen zur allgemeinen Dateiinformation, Backup und Datenbankoptimierung
6.2.1 Register »Allgemein« 

Im ersten Bereich finden Sie Dateiinformationen und Speicherpfad des aktuell aufgerufenen Katalogs. Zudem können Sie ein automatisches Backup einstellen und die Dateigrößen optimieren. Im Einzelnen:
Informationen | Hier werden Ort, Größe und Bearbeitungsdatum der Katalogdatei angegeben. Über Anzeigen wird der Ordner der Katalogdatei geöffnet, und die Datei darin wird sichtbar.
Sicherung | Kataloge sollten in regelmäßigen Abständen als Kopie gesichert werden. Über das Dropdown wird dafür ein automatisches Intervall festgelegt. Am besten brennt man die gesicherte Bibliotheksdatei dann noch auf eine DVD. Gesicherte Kataloge befinden sich im Ordner Backup des jeweiligen Katalogs.
Abbildung 6.3 Im Bibliotheksordner befindet sich auch der Backup-Ordner. So hat man alle wichtigen Ordner und Dateien zusammen.
Optimieren | Von Zeit zu Zeit sollte man die Datenbank optimieren. Dabei werden nicht mehr benötigte Einträge eliminiert und die Daten neu sortiert. Das beschleunigt das Arbeiten und lohnt sich vor allem nach größeren Veränderungen wie dem kompletten Umsortieren von Kollektionen oder Ordnern.
6.2.2 Register »Dateihandhabung« 

Das zweite Register dreht sich um die im Modul Bibliothek angezeigten Miniaturen der Bilder aus dem jeweiligen Katalog. Zudem kann Ordnung in den Bildimport gebracht werden.
Abbildung 6.4 Katalogeinstellungen zur Größe von Previewdateien und zur Nummerierung von Bildern beim Import
Vorschau-Cache | Damit Dateien in der Bibliothek schneller angezeigt werden, erstellt Lightroom Vorschaubilder und legt diese in einer Cachedatei ab. Im oberen Bereich des Einstellungsmenüs kann man die Erstellung und den Umgang mit diesen Vorschaubildern steuern:
- Standardvorschaugröße: Hier wird angegeben, in welche Pixelgröße die Vorschaubilder heruntergerechnet werden sollen.
- Vorschauqualität: Previews werden als komprimierte JPEGs gespeichert. Die Qualität ist dabei abhängig von der Kompressionsrate. Je geringer die Qualitätsstufe, um so geringer ist der benötigte Speicherplatz. Mittel ist ein guter Kompromiss.
| TIPP |
| Wählen Sie als Vorschaugröße einen Wert, der nicht größer ist als die Auflösung Ihres Notebooks oder Beamers. Das spart Speicherplatz. Stationäre Systeme benötigen ebenfalls keine hohe Vorschaugröße, da sie im Zweifelsfall auch auf die Originaldaten zugreifen können – in der Regel liegen diese ja auf einem lokalen Rechner vor. |
- 1:1-Vorschauen automatisch verwerfen: Bei RAW-Daten errechnet Lightroom die Vorschaubilder zuerst aus den Einstellungen in den Metadaten. Die dann gezeigten Bilder besitzen die volle Auflösung und sind unkomprimiert. Daher benötigen sie, je nach Auflösung der Kamera, viel Platz – bis zu 30 MB und mehr. Um nicht für Daten, die selten oder nur einmal gebraucht werden, Speicherplatz zu verschwenden, vergisst sie Lightroom nach einiger Zeit wieder. Arbeitet man aber nur mit kurzen Unterbrechungen an einem Bild, wird der Workflow durch die 1:1-Vorschauen beschleunigt. Das Zeitintervall, in dem die 1:1-Vorschauen gelöscht werden, können Sie hier wählen.
Abbildung 6.5 Dateien können beim Import mit Nummern versehen werden. So wird beispielsweise verhindert, dass aus Versehen doppelte Dateinamen entstehen.
Importfolgenummern | Beim Import können die Bilder automatisch durchnummeriert werden. Dazu wird ein Token (Textbaustein) verwendet. Bei jedem Import, der dieses Token verwendet, wird der Zähler für die Bildnummer erhöht. Zusätzlich wird dann auch noch die Anzahl der Importsitzungen (Sequenzen) mitgezählt. Somit werden doppelte Nummern vermieden. Durch Eingabe eines beliebigen Wertes kann in die Zählung eingegriffen werden, zum Beispiel bei einer fehlerhaften Importsequenz.
- Importnummer: Gibt die Anzahl der Importsitzungen/Sequenzen unter Verwendung des entsprechenden Tokens vor.
- Importierte Fotos: Gibt die Anzahl aller importierten Fotos unter Verwendung des entsprechenden Tokens vor.
Abbildung 6.6 Katalogeinstellungen zur Verarbeitung und Speicherung von Metadaten im Katalog
6.2.3 Register »Metadaten« 

Das letzte Register dient dazu, die Anzeige und das Speichern der Metadaten zu konfigurieren. Hier kann auch eingestellt werden, dass Lightroom die Metadaten in XMP-Daten schreibt, die auch von anderen Programmen ausgelesen werden können.
Vorschläge von zuletzt eingegebenen Werten anbieten | Werden Metadaten für ein Bild eingetragen, speichert Lightroom diese in einer Liste. Beim Eintippen neuer Metadaten wird dort nachgeschaut, ob die Buchstabenkombination bereits existiert, und die entsprechenden Wörter damit als Vorschlag angezeigt. Dieses Verfahren wird auch als »Autovervollständigen« bezeichnet und beispielsweise in Webbrowsern bei Webadressen verwendet. Die Liste können Sie mit der Schaltfläche rechts neben der Beschreibung löschen.
Entwicklungseinstellungen für JPEG, TIFF und PSD in XMP schreiben | Entwicklungseinstellungen können in die Lightroom-Datenbank oder in den XMP-Teil der Dateien geschrieben werden. Bei aktiviertem Kontrollkästchen schreibt Lightroom die Daten in die Datei. Andere Programme können somit die Entwicklungseinstellung übernehmen. Allerdings funktioniert das bisher nur mit Lightroom und ACR (Adobe Camera Raw). Das hat aber den Vorteil, dass selbst bei einem Verlust der Datenbank die Einstellungen in den Dateien erhalten bleiben. Beim Neuimport sind dann die Einstellungen wieder vorhanden. Für Benutzer, die mit ACR arbeiten, stehen die Einstellungen somit ebenfalls zur Verfügung.
| Vorschaubilder |
| Lightroom zeigt in der Bibliothek in der Regel sehr viele Bilder auf einmal an. Das geht auf die Systemauslastung, vor allem wenn es sich um speicherintensive RAW-Daten handelt. Um die Ressourcen zu schonen, arbeitet Lightroom mit klein gerechneten Vorschaudateien. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass man Bilder so auch betrachten kann, ohne die Originalbilder mit dabei zu haben – beispielsweise wenn man ohne externe Festplatte mit Laptop unterwegs ist. Sogar eine Diashow kann man aus Previewbildern präsentieren. |
Änderungen automatisch in XMP schreiben | Gerade wenn man mit anderen Benutzern an einer Sammlung gleicher Bilder arbeitet, will man nicht unbedingt, dass die Metadaten bei jeder Änderung in die Datei geschrieben werden. Man könnte sonst die jeweils vom anderen vorgenommenen Einstellungen überschreiben. Dabei hilft es, diese Option zu deaktivieren und die Metadaten »von Hand« in die Dateien zu schreiben. Wer aber ausschließlich mit Lightroom arbeitet, kann sie auch aktivieren. Sind sehr viele Dateien in der Bibliothek, kann das Schreiben der Metadaten einige Zeit dauern.
Metadatenbrowser-Kategorien | Es ist möglich, in der Bibliothek über den Metadatenbrowser Fotos anhand ihrer Metainformationen zu filtern. Welche Kategorien im Metadatenbrowser angezeigt werden, ist abhängig von der hier getroffenen Auswahl.
Abbildung 6.7 Im Metadatenbrowser können Bilder nach Metainformationen (EXIF, IPTC) gefiltert werden.










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